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Mehr Weihnachten geht nicht

Nachricht 23. Dezember 2020

... wenn sich am Heiligabend Wünsche erfüllen;
… wenn der Tannenbaum in seinem Licht glänzt;
… wenn ich in diesenTagen nicht allein bin;
… ja auch, wenn bald ein Impfstoff gegen Corona da ist. Das ist ein bisschen wie „Weihnachten“. Aber da ist doch noch mehr!

Das Weihnachtsevangelium lenkt unseren Blick auf dieses Kind von Bethlehem: „Ihr werdet ein Kind finden.“ Und dabei begegnen wir in dieser Nacht einem Gott, der sich klein macht. Und dabei den Menschen groß macht und ihm Würde gibt. Ja, sogar noch mehr. Die Botschaft dieser Nacht: Jeder Mensch ist heilig – wie schwach und zerbrechlich, jung oder alt, klein oder krank oder angeschlagen er oder sie auch sein mag. Mehr Weihnachten geht nicht.

Mit dieser Verbindung zum Kind in der Krippe – zu Gott – beginnt alles. Lass Dich berühren. Es ist die heilsame Nacht, die wir unausgesprochen immer ersehnen. Die uns Hoffnung bringt. Die uns versöhnen will mit all dem, was das Leben so unberechenbar macht. Weihnachten bleibt ein Wunder. Ein Geschenk des Lebens. Unverfügbar, weil es sich unserer Machbarkeit entzieht.

Heute stehen für mich die Worte der Heiligen Nacht „Kommt, wir gehen nach Bethlehem“ dafür, sich für das Leben einzusetzen, wo immer es nötig ist. Wenn es wieder Tag wird nach dieser Nacht, dürfen wir nicht vergessen, dem lebendigen Gott, der unser Menschsein mit uns teilte, zu folgen. Seien Sie mit sich achtsam und dem Leben. Gehen wir zu den Menschen, die unsere Hilfe brauchen und erzählen von Gott, der uns durch die Nacht trägt.

Wenn das gelingt, gilt erst recht: Mehr Weihnachten geht nicht!

Gesegnete Weihnachten 2020.

Pastor Ralf Tyra, Direktor des Hauses kirchlicher Dienste