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Schramme - der Talk: In Würde sterben – auch zu Corona-Zeiten

Nachricht 17. April 2020

In den letzten Wochen geht es in den Medien in erster Linie um den Corona-Virus. Doch die „normalen“ Krankheiten existieren weiterhin. Die „kleinen“ Krankheiten, wie eine Erkältung oder Muskel-Schmerzen kommen und gehen wieder, sie können aber auch „Vorboten des Todes sein“, so zum Beispiel die Diagnose Krebs, die einen Menschen meist ganz heftig und unvermittelt trifft. Die Lebensplanung ist komplett über den Haufen geworfen: Chemotherapie, Operation, Arbeitsunfähigkeit. Und jetzt noch Corona – die Umarmung eines Freundes zum Trost verboten, Selbsthilfegruppen geschlossen, Kultur als Ablenkung abgesagt. Gerade Krebspatienten sind besonders gefährdet durch das neue Virus.

Doch auch die Helfenden sind „betroffen“. Sie können nicht mehr wie gewohnt für die schwerkranken Menschen da sein. In der neuen Folge von „Schramme - der Talk“ spricht der Moderator Peer-Detlev Schladebusch, Referent für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt im Haus kirchlicher Dienste, mit der Psychoonkologin und Sozialpsychologin Jana Czekay vom Onkologischen Forum Celle über die neuen zusätzlichen Herausforderungen durch die Corona-Krise für Erwachsene und Kinder. Das Forum bietet von Krebs betroffenen Menschen und ihren Angehörigen psychoonkologische und pflegerisch-medizinische Begleitung an, beginnend vom Zeitpunkt der ersten Diagnosestellung.

Czekay läßt sich nicht von ihrem Einsatz abbringen. Bei aller Belastung begreift sie ihren Beruf als Berufung. Sie darf jetzt aufgrund der Ansteckungsgefahr nur noch im Notfall zu denen, die sie auf der letzten Etappe zuhause betreut. Umso mehr leistet sie Begleitung am Telefon. Da darf für sie das Gespräch dann auch länger dauern als geplant und das, obwohl sie selbst auch Kurzarbeit hat. Sie sagt, dass Gott ihr die Kraft dazu gibt und sie dabei gut führt. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Onkologischen Forum Celle leistet sie in diesen Tagen Außerordentliches: Erwachsene und auch Kinder erfahren so eine besonders hilfreiche Begleitung.

Schramme - der Talk

Peer-Detlev Schladebusch und Daniel Bless führen Gespräche mit Personen aus Kunst, Wirtschaft, Kirche, Politik und Sport in kleiner Runde. Sie erzählen ehrlich von Erfolg und Scheitern. Sie wollen Mut machen und spannende Beiträge dazu liefern, wie Menschen heute mit gelebten Werten die Welt gestalten können. Durch die Ausstrahlung über das Internet können heutzutage nicht nur die Personen auf den wenigen Sitzplätzen daran teilnehmen. Das Schramme-Team macht es möglich.

Harry Trüller wäre heute online

Als Unternehmer und Bausenator führte Harry Trüller bei einem guten Frühstück bereits vor rund 100 Jahren viele erfolgreiche Gespräche in seiner Straßenbahn, die er aus Berlin in seinen Garten geholt hatte. Seit dem 50+1. Jahr ist die Celler Straßenbahn nun online unterwegs. Ein paar Meter weiter steht in Trüller´s Garten jetzt wieder so ein Exemplar vom Hersteller Orenstein und Koppel, das in Berlin 1925 gebaut wurde und optisch den Wagen der Celler Straßenbahn verblüffend ähnelt. Das ist kein Zufall.

Peer-Detlev Schladebusch fand den Triebwagen nach langer Suche im Straßenbahn-Museum in Sehnde-Wehmingen und holte ihn auf einem Tiefbettlader nach Celle. Er führt die Tradition nun in neuer Form fort: „Harry Trüller war nicht nur ein außergewöhnlicher Unternehmer, sondern auch ein Marketing-Genie. Weltweit bewarb er seine Backwaren und exportierte in ferne Länder. Er schuf binnen kürzester Zeit eines der bedeutendsten Unternehmer in dieser Branche. Heute wäre er ganz vorn in der Online-Vermarktung und würde seine Celler Mitbürger daran teilhaben lassen. Erfindungsreich und technikbegeistert war er stets für die besten Ideen zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu haben. Für viele Handwerks- und Geschäftsleute der Stadt war es selbstverständlich, sich mittels Aktienanteilen an der Celler Straßenbahn zu beteiligen. Noch heute trauern viele ihrer Straßenbahn nach, die er in Celle einführte. 

Manche nannten sie liebevoll „Schramme“, weil sie so geräuschvoll die Kurven nahm. Deshalb wollen wir mit unserem Produktionsteam von „Schramme-der Talk“ nun auch allen die Möglichkeit geben, erstmalig und online in der Schramme bei den Gesprächen dabei zu sein.“

Zum Team gehören als Profi für Kamera und Schnitt Jan-Peter Sölter, Daniel Bleß als Moderator neben Peer-Detlev Schladebusch, Tontechniker Timo Schmidt, Homepage-Profi Lukas Tippmann, Fachmann für die Maske Uwe Sölter und Co-Kameramann Lazar Elias Schladebusch.

Alle 14 Tage bringen sie sonntags um 12 Uhr eine neue Folge auf YouTube: „Das schrammt!“

Die aktuelle Folge

„Wenn der Tod nicht mal Hallo sagt“

am Sonntag, 19.04.2020 ab 12.00 Uhr

 

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Kontakt

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Peer-Detlev Schladebusch

Referent für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt
Spiritual Consulting
Pastor