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Reformationstag 2019

Nachricht 30. Oktober 2019
2019-10-30-Reformationstag 2019

Zum zweiten Mal ist der Reformationstag ein regulärer staatlicher Feiertag in Niedersachsen. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen haben ihren Kirchengemeinden in diesem Jahr vorgeschlagen, die Gottesdienste und Veranstaltungen unter die Überschrift "Reformation neu feiern: Wahrheit" zu stellen.

"Warum Wahrheit? Die Reformation hat viele Veränderungen und Errungenschaften gebracht“, sagt Landesbischof Ralf Meister. „Eine besondere ist: der einzelne Mensch ist verantwortlich für die Suche nach Wahrheit. Dahinter steckt der Gedanke: Glaubt nicht den Institutionen, glaubt nicht den Autokraten, den Wichtigtuern, die behaupten, sie wissen, was die Wahrheit ist. Sondern macht euch selbst auf den Weg. Das ist nicht einfacher geworden in Zeiten von Fake news, von Menschen, die behaupten, sie wissen, wo die Wahrheit liegt. Die Reformation öffnet den Weg dafür, kritisch und selbstbewusst darüber nachzudenken, was die Wahrheit ist. Das bleibt der Auftrag, auch 502 Jahre nach der Reformation."

Ralf Meister, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, predigt im Festgottesdienst zum Reformationstag am 31. Oktober um 10 Uhr in der Marktkirche Hannover.

„Du bist wertvoll“ - Interkultureller Gottesdienst am Reformationstag

Christinnen und Christen aus zwölf Gemeinden, die in ihrer Herkunft rund um den Globus zuhause sind, feiern am 31. Oktober um 11 Uhr einen Gottesdienst in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis (Rote Reihe 8). Sie haben sich in der Internationalen Konferenz Christlicher Gemeinden zusammengeschlossen, einem freien Netzwerk christlicher Gemeinden aus aller Welt in Niedersachsen, die mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ökumenisch zusammenarbeiten.

Weitere Veranstaltungen am 30./31.10.2019 (Auswahl)

  • 30. Oktober, ab 17 Uhr, Kloster Lüne, Wandelnacht zum Reformationstag, https://www.kirchenkreis-lueneburg.de/veranstaltungen_pm/nachrichten/wandelnacht_klosterluene
     
  • 30. Oktober, 19 Uhr, Marktkirche Hannover: In der Reihe "Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation" hält Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Berliner Stiftung "Topographie des Terrors", einen Vortrag zum Thema "Jüdische Sichten auf den Reformator Martin Luther" und diskutiert im Anschluss mit Landesbischof Ralf Meister. (https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/pressemitteilungen/landeskirche/2019/2019_10_23) / (www.landeskirche-hannovers.de)
     
  • 30. Oktober, 19 Uhr, Kloster Amelungsborn (Landkreis Holzminden), Reformationsempfang des Klosters und des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder / Referent: Prof. Dr. Klaus Fitschen /Universität Leipzig über "Europa als Aufgabe des Protestantismus?
     
  • 30. Oktober, 19.30 Uhr, Neue Kirche in Emden: Grenzen der Toleranz - Ein Podiumsgespräch zum Reformationstag 2019 mit Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher, Bundestagsabgeordnete Filiz Polat (Bündnis 90/Die Grünen), Bundestagsabgeordneter Johann Saathoff (SPD), Oberbürgermeister Tim Kruithoff (www.reformiert.de)
     
  • 31. Oktober, 10 Uhr, Marktkirche Hannover, Gottesdienst mit Landebischof Ralf Meister und Chormusik, Norddeutscher Figuralchor
     
  • 31. Oktober, 10 Uhr, St.-Marien-Kirche Osnabrück, Gottesdienst mit Regionalbischöfin Dr. Birgit Klostermeier und Bischof Franz-Josef Bode (Bistum Osnabrück)
     
  • 31. Oktober, 18 Uhr, Stiftskirche Wunstorf, Gottesdienst mit Predigt von Ministerpräsident Stephan Weil
     
  • 31. Oktober, 19 Uhr, Marktkirche Hannover, AOIDE Symphonie spielt in der Marktkirche Hannover als deutsche Erstaufführung die 1. Sinfonie des britischen Komponisten Frederic Cliffe (1857-1931). (https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2019/10/22)