Foto: HkD

Anschläge in Halle: Friedensgebet und Kundgebung

Nachricht 10. Oktober 2019
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Lutz Krügener, Friedensbeauftragter im HkD, weist auf Veranstaltungen anlässlich der Anschläge in Halle/Saale hin. Foto: Elena Bokelmann/HkD

Anlässlich des antisemitischen Terroranschlags in Halle weist der Friedensbeauftragter des Hauses kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Lutz Krügener, auf aktuelle Veranstaltungen hinzu, die heute am 10. Oktober in Hannover stattfinden. „Das Friedensgebet um 18 Uhr in der Marktkirche steht heute im Zeichen der Anschläge. Parallel dazu findet eine Kundgebung am Kröpcke statt. Beide sind aus meiner Sicht wichtig und ergänzen sich“, so Krügener.

Friedensgebet in der Marktkirche

Friedensworte der Religionen in unserer Stadt und in der Welt zu dem zentralen Thema „Der Nachbar“ werden in der Marktkirche um 18 Uhr gesprochen. Das Friedensgebet ist von der "Religions for Peace"-Ortsgruppe organisiert. Die Begrüßung übernimmt Ali Faridi von Religions for Peace (RfP) im Haus der Religionen. Des weiteren wirken mit:

  • Myriam Abdel-Rahman Scherif (Buddhismus, den Rat der Religionen),
  • Bita Biglari und Barbara Hennings (Bahaitum),
  • Thomas Höflich (Christentum, Sprecher des Rates der Religionen),
  • Rajiny Kumaraiah (Hinduismus, Rat der Religionen),
  • Hamideh Mohagheghi (Islam, Sprecherin Rat der Religionen) und
  • Ingrid Wettberg (Judentum - Rat der Religionen).

Kundgebung am Kröpke

Das hannoverische Bündnis gegen Antisemitismus ruft dazu auf, gemeinsam ein Zeichen des friedlichen Miteinanders zu setzen: „Ein Zeichen gegen Antisemitismus, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, ein Zeichen, dass nach dem Anschlag in Halle dringender denn je ist.“ Dazu lädt das Bündnis ein, heute um 18 Uhr auf den Kröpcke in Hannover zu kommen. Gemeinsam wollen die Kundgeber um 18:30 Uhr vom Kröpcke zum Holocaust-Mahnmahl auf dem Opernplatz laufen.

Landesbischof Meister: Nicht zur Tagesordnung übergehen

Landesbischof Ralf Meister sagt zu den Angriffen in Halle/Saale: „Die Taten von Halle machen mich fassungslos und traurig. In Gedanken und Gebeten bin ich bei den Opfern und ihren Angehörigen und bei unseren jüdischen Geschwistern.

Ich danke den Sicherheitskräften, die jetzt den Schutz von Synagogen und jüdischen Einrichtungen auch hier bei uns in Niedersachsen übernehmen. Und gleichzeitig beschämt es mich zutiefst, dass Jüdinnen und Juden in unserem Land an Jom Kippur und 81 Jahre nach der Reichspogromnacht um ihr Leben fürchten müssen. Das ist unerträglich und wir dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen.

In unserem Land kann es solange keine Normalität geben, wie Antisemitismus und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden existieren.“