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Impulstag stellt Anregungen für die Beteiligung von Kindern vor

Nachricht 07. Oktober 2019
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Iris Feigel mischt beim Impulstag Ideen und Konzepte aus der Arbeit mit Kindern zusammen. Foto: Regula Jantos / HkD

Kinder sind ein selbstverständlicher Teil der Kirchengemeinde. Es gibt Kindergruppen, Kindergottesdienste, Projekte und Ausflüge. Doch wer entscheidet eigentlich das Thema der Gruppenstunde oder das Ziel vom nächsten Kinderspaziergang? Ob es Kakao gibt oder Früchtetee? Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder nehmen zu, sind aber vielerorts noch keine Selbstverständlichkeit. Die Organisatoren von „Nachmachen erwünscht“, dem Impulstag der hannoverschen Landeskirche für die Arbeit mit Kindern, haben deshalb Partizipation als Einstiegsthema gewählt.

Keynote-Speaker ist Friedemann Müller, theologischer Studienleiter im Evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg. Seiner Meinung nach ist es wichtig, dass Kinder mitgestalten und entscheiden dürfen. Partizipation nehme die Kinder ernst und fördere sie entscheidend in ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Neben seinem Impulsreferat stellt er in einem Workshop verschiedene Arten der Beteiligung vor.

Der Impulstag findet am Samstag, 16. November in Hannover statt und bietet 13 verschiedene Workshops für Berufliche und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Kindern. Diese holen sich hier neue Ideen und Anregungen für ihre Heimatgemeinde. Methoden wie Actionbound, Kurzfilme oder Theaterspiel werden vorgestellt und ausprobiert. Außerdem gibt es Anregungen aus den Bereichen Klimaschutz mit Kindern und Theologisieren mit Kindern.

„Nachmachen erwünscht“ versteht sich auch als ein großes Netzwerktreffen. Hier kommen Ehrenamtliche wie Berufliche aus der Arbeit mit Kindern zusammen. „Der Impulstag ist wie ein großer Mixer“, erklärt Iris Feigel aus dem Landesjugendpfarramt. „Ideen, Methoden und Projekte aus allen Teilen der Landeskirche wirbeln durch den Tag und finden manchmal ein neues Zuhause in einer anderen Gemeinde.“ Die Diakonin im Haus kirchlicher Dienste organisiert gemeinsam mit Uwe Huchthausen die Tagung in Hannover. Der Austausch zwischen den Teilnehmenden untereinander, aber auch zwischen Teilnehmenden und Workshopleitenden sei immens wichtig. Ebenso ist der Impulstag ein großes Experimentierfeld. Hier können Methoden ausprobiert werden und häufig entsteht aus einem Spiel oder einem Konzept etwas ganz Neues „Ich staune immer, wie andere Menschen meine Ideen weiterentwickeln und Aspekte entdecken, die mir selber gar nicht bewusst waren“, sagt Feigel.