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„Agiles Arbeiten“ – Was verbirgt sich dahinter?

Nachricht 20. November 2019

Im Zuge von Unsicherheit und Unruhe auf Märkten, sich ständig ändernden Anforderungen und  einer enormen Beschleunigung von Arbeitsprozessen scheint für immer mehr Unternehmen „agiles Arbeiten“ die Antwort zu sein. Aber was verbirgt sich hinter dem Schlagwort „agil“? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses kirchlicher Dienste (HkD) bei der Hauskonferenz am 14. November. „Ziel war es, sich mit dem Thema ‚agiles Arbeiten‘ möglichst unvoreingenommen auseinanderzusetzen“, sagt Laura Rinderspacher, Referentin für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt im HkD und Mitorganisatorin der Konferenz. „Dabei ging es um unterschiedliche Perspektiven: Welche Ansätze verfolgen wir schon im Haus, welche wären für das HkD denkbar und welche nicht“, so die Wirtschaftsethikerin.

Nach einem kurzen inhaltlichen Einstieg teilten sich alle Teilnehmenden in 14 Gruppen auf, die von den Organisatoren zufällig zusammengestellt worden waren. Die Themen „Neue Kultur und Denkweisen“, „Neue Strukturen und Arbeitsumgebung“ und „Neue Methoden und Arbeitsweisen“ wurden jeweils in drei Durchgängen mit Hilfe von Moderatoren diskutiert. Dabei mischten sich die Gruppen in jedem Durchgang neu durch, um mit möglichst vielen Kollegen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen in den Austausch zu kommen. Es ging um den Austausch über aktuelle Arbeitsrealitäten, über Ideen von Veränderungen und über Dinge, die es zu bewahren gilt. „Ich denke, ein erster ergebnisoffener Austausch und eine gemeinsame Reflexion über die aktuelle Ist-Situation ist ein wichtiger Schritt, um sich auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten“, so Rinderspacher. „Welche das sein werden, wissen wir heute noch nicht. Umso wichtiger ist es flexibel zu sein.“

Bei einem Podiumsgespräch zum Ende der Veranstaltung, das von HkD-Direktor Ralf Tyra moderiert wurde, wurden die Eindrücke aus den Arbeitsgruppen zu den Chancen und Grenzen von Agilität zusammengetragen. Daniel Schulze, Mitarbeiter der Druckerei und Mitglied der Mitarbeitervertretung resümierte: „Ich werde, ehrlich gesagt, an meiner Art zu arbeiten nichts ändern. Denn ich überprüfe bereits meine Arbeitsweisen immer wieder, und wenn mir auffällt, dass etwas nicht gut funktioniert, dann schaue ich, wie ich es ändern kann. Das sollten wir alle tun.“

Im Dezember kommen alle Moderatorinnen und Moderatoren der 14 Arbeitsgruppen zusammen, um die Schwerpunktthemen aus den Gruppenbeiträgen zusammenzutragen. Ob und was daraus folgt, soll in kleinen Schritten beschlossen werden.