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Renke Brahms: EKD betont den Primat der Gewaltfreiheit

Nachricht 14. November 2019
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Der EKD-Friedensbeauftragte begrüßt die Kundgebung der EKD-Synode „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“. Foto: Matthias Ulrichs, Bremische Evangelische Kirche

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Kundgebung „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“, die heute von der EKD-Synode in Dresden verabschiedet wurde, begrüßt.
„In dieser Kundgebung betont die EKD eindeutig den Primat der Gewaltfreiheit und des Zivilen und zeigt auch, wie dies konkret aussehen kann“, machte der EKD-Friedensbeauftragte in Dresden deutlich. Und er fügt hinzu: „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Friedensarbeit in der EKD.“

Ebenso erfreut zeigte sich Renke Brahms, dass die EKD-Synode sich deutlich zum Zusammenhang von Frieden und Klimagerechtigkeit bekenne. „Die EKD spricht sich hier für ein entschiedenes Engagement von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus, die ökologischen Grenzen unserer Erde einzuhalten. Dabei werden auch die in Paris beschlossenen Klimaziele unterstützt“, macht er klar. Damit zeige die EKD, dass sie sich dieser Problematik bewusst sei und dabei auch das eigene Klimaschutzhandeln in den Blick nehme. Es sei auch wichtig, dass sich die EKD den neuen Herausforderungen stelle, vor denen die Friedensethik stehe. „Hierzu gehört die klare Ächtung autonomer Waffen. Hier gibt es nun eine sehr deutliche Position der evangelischen Kirche“, unterstreicht Renke Brahms.

Der EKD-Friedensbeauftragte verwies aber auch auf die breite Beteiligung und den langen Prozess, der dieser Kundgebung vorausgegangen sei. „Hier wurden Kirchen, Wissenschaft, Friedensverbände und die Synode mit einbezogen, hier wurde lange um Formulierungen und Positionen gerungen, und es wurde gemeinsam ein Weg begangen, der sich gelohnt hat“, macht Renke Brahms deutlich. Und er betont: „Für diese große Beteiligung und die vielen Anregungen bin ich dankbar.“

Gleichzeitig äußerte der EKD-Friedensbeauftragte aber auch Verständnis für Kritik an dieser Kundgebung. „Ich kann verstehen, dass manche hier deutlichere Worte erhofft haben“, meint Renke Brahms. Das gelte gerade auch für eine Positionierung zu Atomwaffen. Aber er betont auch: „Die EKD hat sich klar für die Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen ausgesprochen, ebenso wird der Atomwaffenverbotsvertrag unterstützt.“ Dabei sei klar, dass dies ein langer Weg sei, der mit Geduld gegangen
werden müsse.