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Über den Tod spricht man nicht?

Nachricht 08. November 2019
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Die Vorsorge für das Ende des Lebens gehört nicht unbedingt zu den Themen, mit denen man sich gern beschäftigt. Doch eine bewusste Auseinandersetzung damit ist sinnvoll, denn Krankheiten oder Verlust eines Angehörigen kann man nicht planen. In der kürzlich erschienenen Broschüre „Ins Gespräch gebracht und gut geregelt“ ermutigt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers zur christlichen Vorsorge für das Lebensende. „Wir wollen helfen, die Prozesse des Sterbens und des Trauerns als Teil des Lebens zu erkennen und unterschiedliche individuelle Verläufe zu verstehen“, sagt Pastorin Helene Eißen-Daub, Referentin für Besuchsdienstarbeit im Haus kirchlicher Dienste (HkD).

„Die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben hilft, selbstbestimmt zu planen – auch für das eigene Lebensende und darüber hinaus“, so Eißen-Daub. „Sie kann auch helfen, mit meinen Nächsten über das schwierige Thema Tod ins Gespräch zu kommen, mehr von gegenseitigen Wünschen zur Art des Trauergottesdienstes, des Begräbnisses oder zur Wahl des Beisetzungsortes zu erfahren und gemeinsam gute Wege zu finden, die passen. Die bewusste Vorsorge ermutigt, selbst zu handeln, damit ich später nicht ‚behandelt‘ werde.“

Die Themen der neuen Broschüre reichen von rechtlichen Aspekten wie Patienten- und Betreuungsverfügungen über den Umgang mit Sterben und Tod bis hin zu praktischen Fragen der Gestaltung der Trauerfeier. Sie richtet sich an Menschen, die mitten im Arbeitsleben stehen und für ihre Familie alles Notwendige bedenken möchten, aber auch an Seniorinnen und Senioren, die sich bewusst sind, dass die dritte oder vierte Lebensphase begonnen hat. Auch Angehörige, die vor der Aufgabe stehen, einen Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten, finden hier Hilfestellungen.

Die Vorsorgebroschüre „Ins Gespräch gebracht und gut geregelt“ kann über den HkD-Materialversand bestellt werden. Die Abgabe an ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende der Landeskirche Hannovers ist kostenfrei.