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Mit Nachbarschaftsprojekt etwas für Klimaschutz tun

Nachricht 27. Mai 2019

Viele Menschen möchten etwas konkret für den Klimaschutz tun. Das neue Nachbarschaftsprojekt „Zukunft leben“ unterstützt Nachbarschaftsgruppen, die im kirchengemeindlichen Rahmen etwas für die Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes tun wollen – mit Planung, Öffentlichkeitsarbeit, Austausch und Auswertung, sogar mit Geld für kleinere Projekte oder Referentenkosten. Das Projekt des Arbeitsfeldes Klima- und Umweltschutz im Haus kirchlicher Dienste der Hannoverschen Landeskirche startet Anfang September – aber jetzt müssen Vorbereitungen getroffen werden und vor allem Menschen gefunden werden, die mitmachen.

„Menschen zu bewegen, das Klima zu schützen und ein gutes Leben auch für Kinder und Enkel zu ermöglichen ist ein zentrales Ziel des Projekts“, sagt Projektleiterin Ulrike Wolf. Die Idee: Kleine Nachbarschaftsgruppen von maximal zehn Familien oder Einzelpersonen treffen sich über einen selbstbestimmten Zeitraum von mindestens einem halben bis maximal zwei Jahren monatlich für einen Abend. Sie entscheiden, was sie beim eigenen Klimaschutz am meisten interessiert und wo sie eine Möglichkeit für ihren eigenen Beitrag sehen. Sie verabreden einen konkreten Plan, den sie in der Projektlaufzeit verfolgen wollen und berichten in den monatlichen Treffen von ihren Schritten.

Initiiert wird die Gruppe von einer Person, die sich für Umweltschutzfragen engagieren möchte und die möglichst zwei oder drei andere ebenfalls dafür gewinnen kann. Sie nehmen bis 30. Juni Kontakt zur Projektleitung des Arbeitsfeldes Klima- und Umweltschutz auf. Sie wenden sich an ihren Kirchenvorstand, Pastor oder Pastorin oder Grüner-Hahn-Umweltteam, berichten von ihrer Idee und bitten um Erlaubnis, eine Nachbarschaftsgruppe gründen zu dürfen und für diese Gruppe einmal im Monat stundenweise einen Gemeinderaum nutzen zu können. Der Kirchenvorstand würde darüber beraten und – wenn es gut klappt – bis 31. Juli schriftlich bestätigen, dass eine solche Nachbarschaftsgruppe im Gemeindehaus willkommen wäre, verpflichtet sich sonst aber zu nichts. Die Fachleute von der Projektleitung beraten beim Aufbau der Gruppe, moderieren die ersten Treffen, unterstützen mit Informationen, Materialien, Geld für kleinere Projekte und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Nachbarschaftsgruppe ist darin frei, was sie sich vornimmt: Gemeinsam oder allein klimaschonend kochen, gemeinsam oder allein einen Gemüsegarten anlegen und eine Saison lang bewirtschaften, einen Weltladen-Verkaufsstand organisieren, gemeinsam einen überdachten Fahrradständer beim Gemeindehaus planen und realisieren. Es kann auch darum gehen, zu Hause Heizenergie mit geringem Investitionsaufwand einzusparen ohne zu frieren oder regionale Beratungsangebote für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen. Die Gruppe könnte sich auch mal in einem Handwerksbetrieb treffen und sich dort informieren, was der Betrieb für dem Umweltschutz tut, oder in einem Garten, im Altarraum, in einer Küche, im Museum, einer Fahrradwerkstatt zusammen kommen. Ein Höhepunkt könnte ein klimafreundliches Fest, ein Event oder ein kleines Projekt für die Nachbarschaft sein.

Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt „Zukunft leben“, sodass für die Teilnehmenden oder Kirchengemeinden keine Kosten anfallen.

Interessierte melden Sie sich möglichst rasch bei Projektleiterin Ulrike Wolf, Referentin für Umwelt- und Klimaschutz im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers unter Telefon: 0511 1241-534 oder Mail: wolf@kirchliche-dienste.de.