Foto: HkD

Schaufenster für den Glauben in Stade

Nachricht 23. Mai 2019

Mit Beratung aus berufendem Munde will die christliche Buchhandlung in Stade „Kapitel 17“ als Kirche in der Stadt wahrgenommen worden.

Große Regale mit Büchern, Kartenständer, eine gemütliche Sitzecke für den Kaffee beim Schmökern, Regale mit Kunsthandwerk – der Verkaufsraum im Inneren des Fachwerkhauses in Stades Innenstadt wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Laden. Doch „Kapitel 17“ ist ein ganz besonders Geschäft: Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft unterstützt durch das Frauenwerk des Hauses kirchlicher Dienste Hannover (HkD) bietet dort, an der Höckerstraße 17, auf 80 Quadratmetern ein breites Sortiment – und gleichzeitig Platz für Seminarangebote, Lesungen und Glaubensgespräche. Außerdem ist „Kapitel 17“ ein Informationszentrum für kirchliche Veranstaltungen.

„Wir sind hier Kirche in der Stadt und wollen ein Schaufenster für den Glauben sein“, sagt Susanne Decker-Michalek, die zusammen mit Gisela Punke Mitglied im Vorstand der Stader Bibel- und Missionsgesellschaft ist. Als Referentin für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Stade des Frauenwerk im HkD unterstützt sie inhaltlich die Arbeit der Buchhandlung.

Landessuperintendent liest aus Lieblingsbüchern

Zum 20-jährigen Jubiläum der christlichen Buchhandlung hat „Kapitel 17“ mit einer besonderen Aktion am 10. Mai auf ihre Präsenz in der Innenstadt aufmerksam gemacht. Landessuperintendent Hans-Cristian Brandy und der Stader Superintendent Thomas Kück stellten ihre Verkaufskünste zwei Stunden lang unter Beweis. Die beiden Theologen berieten nicht die Besucher, sondern lasen auch aus ihren Lieblingsbüchern vor. Diese Aktion war auch Teil der Visitation des Kirchenkreises durch den Landessuperintendenten.

Mit „Kapitel 17“ in den Räumen der früheren Einhorn-Apotheke hat die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft ein neues Kapitel in ihrer knapp 200-jährigen Geschichte aufgeschlagen, um einen eigenen Akzent in der Stader Innenstadt zu setzen. 19 Jahre lang hatte die Bibel- und Missionsgesellschaft bereits einen christlichen Buchladen am Cosmaekirchhof  3. Nun folgte Ende vergangenen Jahres der Umzug in die Innenstadt – ein Schritt, der sich nach Worten von Diakonin Decker-Michalek bereits in den ersten Monaten bewährt hat. „Es läuft sehr gut und hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

Christliche Bücher und Produkte des Fairen Handels

Bewusst will sich „Kapitel 17“ in seinem Sortiment auf christliche Bücher beschränken. „Wir sind eine Ergänzung, keine Konkurrenz zu anderen Buchhandlungen“, sagt Decker-Michalek. Bibeln in verschiedenen Ausgaben gibt es, Gesangbücher, ein breites Sortiment an Kinderbibeln. „Hier können Menschen die Bücher in Ruhe angucken und erhalten persönliche Beratung“, so Decker-Michalek. „Darüber entstehen dann auch ganz andere Gespräche.“ Zum Angebot gehören Fastenkalender ebenso wie religions-pädagogisches Material, aber auch Kreuze und – ganz ökumenisch – Rosenkränze.

Als Verkaufsstelle für fair gehandelte Waren gibt es Kaffee und Schokolade ebenso wie Kunsthandwerk, Taschen und Schmuck. Den Bereich „Fairer Handel“ begleitet Decker-Michalek mit Aktionen und Bildungsangeboten. „Wir knüpfen damit an die Weltgebetstags-Arbeit an“, so die Diakonin. Das Frauenwerk des HkD ist Untermieter und ermöglicht so auch die Umsetzung des ganzen Projekts.

Quelle: Evangelische Zeitung/HkD