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Arbeitshilfe zum Israelsonntag erschienen

Nachricht 03. Mai 2019
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Was verbindet Kirche mit Juden und Judentum? Mit dieser Frage setzt sich die diesjährige Arbeitshilfe zum Gottesdienst am Israelsonntag am 25. August auseinander, die in Kooperation zwischen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und dem Verein Begegnung von Christen und Juden in Niedersachsen e.V. erstellt wurde. Im Mittelpunkt der Arbeitshilfe steht Markus 12,28-34; dort fragt ein Schriftgelehrter im Gespräch mit Jesus: „Welches ist das höchste Gebot von allen?“

„Dieses Gespräch bietet eine wunderbare Grundlage dafür, zu feiern und zu bedenken, was Christen heute mit Juden und Judentum verbindet“, sagt Professorin Ursula Rudnick, Referentin für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste Hannover. In ihrer Predigt in der kürzlich erschienenen Arbeitshilfe zeigt sie, welche Folgen sich für die Christenheit daraus ergeben, dass ihre zentralen Gebote keine ausschließlich christlichen Errungenschaften sind. Sie sind zugleich für das Judentum maßgeblich, weil sie aus dem gemeinsamen Teil der Bibel stammen.

In seinem eröffnenden Beitrag entfaltet Johannes Wachowski die Möglichkeiten der neuen Perikopenordnung, verschiedene Dimensionen des Israelsonntags mit ihren Lesungen und liturgischen Farben zu thematisieren. Zudem bietet Wachowski einen liturgischen Entwurf – eine Zusammenstellung von Elementen, die das einzigartige Verhältnis zwischen Christentum und Judentum beim Feiern eines Abendmahlsgottesdienstes am 10. Sonntag nach Trinitatis ausdrückt.

Martin Vahrenhorst erinnert daran, dass Jesu mitten in das Judentum seiner Zeit gehört. Er weist auf die Nachwirkungen hin, die die Frage nach dem höchsten Gebot und die Antworten darauf nicht nur im Christentum hervorgerufen haben. Rabbinerin Yael Deusel geht der Frage nach, welche Rolle die von Jesus aus der Tora zitierten Sätze in der jüdischen Tradition in Lehre und Liturgie spielen. Walter Homolka wirft ein Licht darauf, dass und wie jüdische Denker der Neuzeit einen eigenständigen Zugang zu dem Juden Jesus von Nazareth und zum Verhältnis von Judentum und Christentum gewonnen haben.

Weitere Informationen

Die Arbeitshilfe zum Gottesdienst am Israelsonntag kann hier bestellt werden.

Kontakt

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Ursula Rudnick
Tel.: 0511 1241-434
Aufgabenbereich:

Referentin für Kirche und Judentum
Pastorin