Foto: HkD

„Ich habe mein Herz ans Fundraising verloren“

Nachricht 29. Mai 2019
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Lea Werner baut unter anderem ein Geo-Informationssystem für die Kirche auf. Foto: Photo Mengede

Lea Werner ist seit Mai 2019 Referentin im Evangelischen FundraisingService im Haus kirchlicher Dienste (HkD) in Hannover. Sie betreut die Bereiche Online-Fundraising und das Evangelische Geo-Informationssystem (EGIS).

Das Projekt Online-Spenden übernimmt Werner von Heike Körber, die innerhalb des Hauses in den Bereich des Layouts wechselt. „Digitale Medien werden in der Gesellschaft immer wichtiger, daher sind Spendenformulare sinnvoll, die in Webseiten eingebunden werden können“, erklärt Werner. Es gibt bereits ein Formular, das auf kirchliche Fundraising-Seiten gesetzt werden kann. „Jetzt geht es darum, diese Seiten auch bekannt zu machen“, so die Fundraiserin. Auch im Hintergrund gibt es viel zu regeln, mit der Evangelischen Bank und dem Dienstleistungsunternehmen Altruja, die das Online-Spenden möglich machen.

Bei dem Geo-Informationssystem geht es darum, Karten zu erstellen, über die Nutzer landeskirchenweit Informationen abrufen können. „Da kann zum Beispiel eingetragen werden, wo in jeder Gemeinde sich das Gemeindebüro befindet und zu welchen Zeiten es geöffnet ist“, so Werner. „Das sind alles Daten, die bereits bekannt sind, nur bisher müssen sich Nutzer diese mühsam im Netz zusammensuchen. So eine Karte bietet sie auf einen Blick.“ Die Landeskirche steht ganz am Anfang der Nutzung von EGIS. Es können auch Informationen über die verschiedenen Milieus einer Kirchengemeinde eingegeben werden. „Das ist hilfreich für die Planung von Gemeindearbeit, genauso wie für das Fundraising“, erläutert die Fundraiserin. „Eine Gemeinde mit vielen jungen Familien braucht andere Angebote als eine mit vielen Senioren.“

„Beide Projekte sind wichtig für die Zukunft“, findet Werner, die sich bereits währen der Schulzeit für Wirtschaftsfragen interessierte. Sie absolvierte zunächst in Passau ein Bachelor-Studium der Wirtschaftswissenschaften. „Während des Studiums wurde mir schnell klar, dass ich lieber im Non-Profit-Bereich arbeiten wollte als in der freien Wirtschaft“, erzählt die 24-Jährige. „Meine Familie ist eng mit der Kirche verbunden und ich habe seit der Konfirmation den Kindergottesdienst mit vorbereitet.“ Werners Mutter, die selbst Prädikantin und Mitarbeiterin in einer Superintendentur im Rheinland ist, machte sie dann auf das Fundraising aufmerksam.

Nach einem sechswöchigen Praktikum in der Evangelischen Kirche im Rheinland bekam sie die Möglichkeit, ein halbes Jahr im FundraisingService der hannoverschen Landeskirche zu hospitieren. „In dieser Zeit habe ich vor allem im Erbschafts-Fundraising bei Frau Rogge-Balke mitgearbeitet“, so Werner. Sie betreute dort unter anderem die Materialerstellung, die jährliche Evaluation der Veranstaltungen und die Webseite. Dies führte sie im Home-Office auch während ihres Masterstudiums „Business Ethics und CSR Management“ an der Technischen Universität Dresden am Standort Zittau fort.

„Nun bin ich froh, wieder in der Großstadt zu sein“, sagt Werner, die noch ihre Masterarbeit schreibt. „Ich habe mein Herz ans Fundraising verloren und bin froh, dass ich darin arbeiten darf!“ In ihrer Freizeit engagiert sich Lea Werner bei den Leos, der Jugendorganisation des Lions-Clubs, und backt gerne.

Lea Werner wird in der Andacht am Mittwoch, 12. Juni um 12 Uhr im HkD durch Direktor Ralf Tyra begrüßt.