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Klöster und Tourismus

Nachricht 22. März 2019
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Pastorin Marion Römer beendet ihre Arbeit als Referentin für Kirche im Tourismus und konzentriert sich ganz auf die geistliche Begleitung der Evangelischen Frauenklöster. Foto: Jens Schulze/HkD

Pastorin Marion Römer wird in Zukunft ganz für die evangelischen Frauenklöster und Stifte zuständig sein. Am 31. März beendet sie ihren Dienst im Haus kirchlicher Dienste als Referentin für Kirche im Tourismus in der Region Ost und für Offene Kirchen. Ihr Auftrag für die geistliche Begleitung der 15 belebten evangelischen Klöster im Bereich der Klosterkammer Hannover erweitert sich ab dem 1. April auf den Umfang einer Dreiviertel-Stelle.

Referentin für Kirche im Tourismus ist Römer seit August 2010. In den Tourismus-Regionen Lüneburger Heide, Aller-Leine-Tal und Elbtal-Aue förderte sie die Vernetzung zwischen Vertretern des Tourismus und der Kirche. Sie war beteiligt an der Ausbildung von ehrenamtlichen Kirchenführerinnen und hat diese gemeinsam mit den Kirchenpädagogen durch regionale Treffen unterstützt. Im Kirchenkreis Soltau, der unter anderem mit dem Heide-Park Resort und dem Fünf-Sterne-Campingplatz „Südsee-Camp“ eine erlebnistouristische Schwerpunktregion ist, hat sie den Ausschuss „Kirche im Tourismus“ begleitet. Auch die besondere Situation, der sich „Kirche in der Stadt“ stellen muss, gehörte zu ihren Aufgabengebieten.

Für die ganze Landeskirche war Römer zuständig für das Thema „Offene Kirchen“: „Dass Gemeinden ihre Kirche in der Woche zu verlässlichen Zeiten  öffnen, um sie Besuchern und Gläubigen zugänglich zu machen, ist für mich ein Herzensanliegen“, sagt die Pastorin. Beratungen vor Ort, Seminare für Kirchenöffner und Tagungen zum Kirchenraum haben dieses Arbeitsfeld für sie geprägt. Durch einen jährlichen Brief an die Gemeinden mit Offenen Kirchen hat sie deren Engagement gewürdigt und dafür geworben, das Angebot der Offenen Kirche über das Internet und in den Tourist-Informationen öffentlich bekannt zu machen. Das Signet für die verlässlich geöffneten Kirchen wird für die Landeskirche seit dem Jahr 2000 durch Kirche im Tourismus verliehen. Die Kirchen an Radfernwegen und Pilgerwegen können zusätzlich die Signets für Radwege- beziehungsweise Pilgerkirchen beantragen.

Die Frauenklöster und Stifte, die auf dem Gebiet der Landeskirche liegen, aber der Rechtsaufsicht der Klosterkammer unterstehen, betreut Römer als Geistliche Begleiterin bereits seit 2009. Zu diesen gehören die sechs Lüneburger Klöster Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen, die Calenberger Klöster Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder, Wennigsen und Wülfinghausen und die Damenstifte Bassum, Börstel, Fischbeck und Obernkirchen. Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach der Reformation evangelisch wurden und in ihnen bis heute alleinstehende Frauen leben, die eine Gemeinschaft auf christlicher Grundlage bilden.

Dabei unterstützt Römer die Äbtissinnen und Konventualinnen bzw. Kapitularinnen durch fachliche Beratung zur Entwicklung der Klöster und Stifte und zur Gestaltung des Geistlichen Lebens. Sie ist Gesprächspartnerin für Frauen, die sich für ein Leben in Kloster oder Stift interessieren, begleitet seelsorgerlich, gestaltet Einkehrtage für die Gemeinschaften und wirkt mit oder hält Gottesdienste zu Einführungen und kirchlichen Feiertagen. Als Pastorin der Landeskirche schafft sie die Verbindung zwischen Stiften, Klöstern und Landeskirche.

Diese Aufgabe wird nun auf eine Dreiviertel-Stelle erweitert. Inhaltlich bleibt Römer an den Fachbereich Mission.Tourismus.Geistliches Leben im Haus kirchlicher Dienste angebunden. Es gibt viele Berührungspunkte zu den dort vertretenen Arbeitsfeldern: Die Klöster sind Anziehungspunkte für Touristen und Pilgerinnen, sie sind Orte geistlichen Lebens und bieten teilweise Fortbildungen im Bereich Spiritualität an.

Aus dem Dienst als Referentin für Kirche im Tourismus und Offene Kirchen wird Marion Römer am 26. März 2019 in Bispingen verabschiedet. Dies geschieht im Rahmen des Netzwerktreffens mit dem Thema „Kultur – Tourismus – Kirche: Vom Zusammenspiel der Akteure im ländlichen Raum“, das um 17 Uhr beginnt.