Foto: HkD

„Ich bin gern mit Menschen zusammen“

Nachricht 28. Juni 2019
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Elisabeth Scheuermann saß 20 Jahre am Empfang des Hauses kirchlicher Dienste. Zum 1. August geht sie in den Ruhestand. Foto: Jens Schulze/HkD

„Ich habe mich immer auf die Arbeit gefreut!“, sagt Elisabeth Scheuermann, die nach 19 Jahren am Empfang des Hauses kirchlicher Dienste (HkD) zum 1. August in den Ruhestand geht. „Wir sind das Auskunftsbüro des Hauses. Die Menschen stellen uns Fragen und es ist schön, wenn man gleich eine Antwort geben kann.“

 „Auf die Stelle im HkD bin ich zufällig in der Zeitung gestoßen“, erzählt Scheuermann. „Zunächst war es eine Vertretungsstelle, doch dann blieb ich hängen.“ Die gute Atmosphäre im Haus war ein Grund zu bleiben. Immer dienstags, donnerstags Nachmittag und zuletzt freitags Vormittag saß sie am Empfang im Foyer des HkD. „Die Menschen, die kommen, glauben, dass man über alles Bescheid weiß“, sagt sie schmunzelnd. „Aber der Informationsfluss war auch immer gut. Wir haben erfahren, wenn Arbeitsfelder zusammengelegt wurden oder neue Mitarbeitende ins Haus kamen. Manchmal habe ich neue Leute auch angesprochen und gefragt, wo sie hingehören.“

Nach der Schule machte Scheuermann eine Banklehre. „Ich habe auch dort schon am Kassenschalter gearbeitet. Es liegt mir, Menschen zu beraten“, so die 65-Jährige. Nach 13 Jahren in der Bank, zunächst in ihrem Heimatort Eschershausen, später in Hannover, kümmerte sie sich 18 Jahre lang um ihre Familie. „Wir haben drei Kinder, sieben Jahre lang habe ich meine Schwiegermutter gepflegt und zuletzt habe ich mich auch um meine eigene Mutter gekümmert“, so Scheuermann. Zusätzlich hat sie verschiedene Nebenjobs übernommen, im Pflegeheim oder beim Organistendienst in ihrer Kirchengemeinde in Altwarmbüchen.

Im Ruhestand wird die sechsfache Großmutter zunächst ein Jahr lang ihren kleinen Enkelsohn betreuen, bis dieser in die Kita kommt. Auch in Haus und Garten wird die Arbeit nicht abreißen: „Wir wollen renovieren, das machen wir eigentlich fast alles selbst!“ Wenn dann noch Zeit bleibt, singt sie im Chor, geht walken oder ins Konzert. Auch Reisen würde sie wieder gern: „Ich bin doch so eine Reisetante!“

Elisabeth Scheuermann wird am 3. Juli um 12 Uhr in der Andacht des Hauses kirchlicher Dienste verabschiedet. Ihren letzten Arbeitstag hat sie am 12. Juli.