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Sie will dort sein, wo die Jugendlichen sind

Nachricht 26. Juni 2019

Junge Menschen, ihre Sichtweisen und Lebensrealitäten sollen der Ausgangspunkt für einen neuen Ansatz in der Jugendarbeit sein. So sieht es der Jugendverband Entschieden für Christus e.V. (EC) in seinem Konzept „Jugendarbeit 4D“ vor. Der Landes­verband EC Niedersachsen hat jetzt die deutschlandweit erste Stelle dafür besetzt. Julia Radoske wurde am 23. Juni in ihr Amt als EC-Pionierin in Bad Lauterberg (Harz) eingeführt. Als Jugend­referentin soll sie missionarische EC-Jugendarbeit im Alltag junger Menschen aufbauen. Dabei möchte die 26-jährige Politik­wissenschaftlerin viel Zeit in Beziehungen investieren und dort sein, wo Jugendliche sind: an der Pommesbude, an der Eisdiele, auf dem Skaterpark, in der Schule. „Ich bin in den Harz gezogen, weil es einer der wohl unterschätztesten Teile Norddeutschlands ist“, sagt Julia Radoske und ergänzt: „Dort gibt es so viel Potenzial, das es zu entdecken und zu entwickeln gilt und deswegen möchte ich mein nächstes Kapitel hier schreiben.“

Mit „Jugendarbeit 4D“ versucht der EC neue Formen zu finden, wie Jugendliche ihren Glauben leben und erleben können. Dabei nehmen die Dimensionen vier Beziehungsrichtungen in den Blick: zu Jesus (UP), zu einander in der Gruppe (IN), zu Christen weltweit (WITH) und zu anderen (Nichtchristen) in der Umwelt (OUT). Die Erfahrungen von Julia Radoske mit dem 4D-Projekt sollen später im EC und in anderen Jugendverbänden multi­pliziert werden.

Die Stelle wird durch den „Fonds missionarischer Chancen“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gefördert und vom Deutschen EC-Verband sowie dem Ohofer Gemeinschafts­verband mit getragen. Die Arbeit erfolgt in Kooperation mit dem Kirchenkreis­jugenddienst Harzer Land und der Kirchengemeinde St. Andreas. Die Geschäftsstelle des EC Niedersachsen befindet sich im Haus kirchlicher Dienste.