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Nordseelauf: "Das Miteinander friedlich gestalten"

Nachricht 20. Juni 2019

Zur vierten Etappe des 18. EWE-Nordseelaufs auf der Insel Norderney mit über 500 Läufern startete am 18. Juni unter anderem Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr. Der Regionalbischof für den Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems nahm zum zwölften Mal in Folge am Nordseelauf teil.

In seiner „Zeitansage“ gab Dr. Klahr einen Impuls zum Motto des Nordseelaufs „Mach nicht halt – lauf gegen Gewalt“ und erzählte eine Geschichte, in der eine Lüge sich wie Federn im Wind verstreute. Einmal in die Welt gesetzt, verbreite sie sich schnell und könne nicht mehr eingefangen werden. Wenn man Falsches über den Nächsten erzählt und es ihm schadet, sei es so, als würde man ihm Gewalt antun. Klahr rief dazu auf, zu bedenken, was man über den anderen sagt: „So können wir dazu beitragen, das Miteinander in der Welt friedlich zu gestalten.“

"Dem Frieden nachlaufen"

Antje Wachtmann, Beauftragte für Kirche im Tourismus in der Region Nord im Haus kirchlicher Dienste, verteilte an alle Läufer Armbänder mit der Jahreslosung aus Psalm 34,15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Wachtmann begleitet die sieben Etappen als Tour-Pastorin und spricht jeweils ein geistliches Wort auf den Fährfahrten. „Für mich passt das Motto des Nordseelaufs ganz wunderbar zur Jahreslosung. Sie lädt uns ein, dem Frieden nachzulaufen“, so Wachtmann.

Elisabeth Tobaben, Pastorin auf der Insel Juist, die an zwölf Nordseeläufen teilgenommen hat und alle Etappen gelaufen ist, sagte vor dem Start: „Mir gefällt, dass unsere Kirche den Nordseelauf begleitet. Er bietet die Chance, nah bei den Menschen zu sein.“ Es ergebe sich Zeit für theologische Gespräche und Seelsorge am Rande, manchmal sogar beim Laufen, so Tobaben.

Der Posaunenchor der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Norderney verabschiedete die Tourläufer am Hafen.

18. EWE-Nordseelauf 2019

3.500 Starts in den einzelnen Etappen und für die ganze Tour verzeichnet der EWE-Nordlauf in diesem Jahr. Mit ihrer Teilnahme setzen die Läufer ein Zeichen gegen Gewalt: für Fairness, Respekt und Mitmenschlichkeit. In der Zeit vom 15. bis zum 22. Juni 2019 werden sieben Etappen gelaufen: Butjadingen, Langeoog, Hooksiel, Norderney, Wurster Nordseeküste (Dorum), Dangast und Otterndorf.