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Judith Rohde erhält den Blickwechselpreis

Nachricht 07. Juni 2019

Die Sprecherin des Burgdorfer Arbeitskreises Gedenkweg 9. November Dr. Judith Rohde

wird mit dem Blickwechselpreis 2019 für langjähriges und innovatives Engagement im christlich-jüdischen Dialog ausgezeichnet. „Mit der Auszeichnung würdigen wir den dauerhaften, vielfältigen und nachhaltigen Einsatz Dr. Judith Rohdes im christlich-jüdischen Gespräch“, begründet die Vorsitzende des Vereins BCJ, Pastorin i.R. Karin Haufler-Musiol, die Wahl der diesjährigen Preisträgerin.

Die gebürtige Südschwarzwälderin und heutige wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Dr. Judith Rohde ist seit dem Jahr 2010 Sprecherin des genannten Arbeitskreises und hat in dieser Funktion zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen mitgestaltet, Referate gehalten oder sich im Rahmen von Erwachsenennbildung für eine breitere und tiefere Kenntnis jüdischer Religion eingesetzt. Zuletzt machte Rohde durch die Verschriftlichung von Rechercheergebnissen des verstorbenen Pastors Rudolf Bembenneck die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Burgdorf einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Diese und andere Verdienste mehr haben den Vorstand von BCJ bewogen, Dr. Judith Rohde mit dem Blickwechselpreis auszuzeichnen.

Im Arbeitskreis Gedenkweg 9. November engagieren sich Menschen aus drei Burgdorfer evangelischen Kirchengemeinden, der katholischen Gemeinde sowie dem Kulturverein Scena, um die Erinnerung an die jüdische Gemeinde Burgdorfs wachzuhalten und Kenntnisse über das historische und heutige Judentum zu vermitteln.

Der Preis wird verliehen im Rahmen des Sommerfestes des Vereins Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e.V. (BCJ) am Sonntag, 18. August in der St.-Petri-Gemeinde, Dörriesplatz in Hannover ab 15 Uhr. Die Laudatio hält Dr. Petra Bahr, Landessuperintendentin des Sprengels Hannover der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Verleihung steht unter der Schirmherrschaft des Landesbischofs der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Ralf Meister.

Mit der Auszeichnung wird Rohde ein künstlerisch gestalteter Granatapfel überreicht – ein Symbol dafür, wie eine Frucht viele neue Früchte hervorbringen kann. Dazu erhält Rohde als erste der mit dem Preis ausgezeichneten Personen einen vergoldeten Granatapfel als Anstecker.