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Antwort des Glaubens auf bedrohte Welt

Nachricht 26. Oktober 2018

Die Weichen für die Zukunft werden beim nächsten ökumenischen Forum am Samstag, 17. November gestellt. Der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der evangelischen Kirchen in Niedersachsen wird Rückschau auf sein 30-jähriges Engagement halten, einige Sprecher des Arbeitskreises verabschieden und neue wählen. Bei dem Seminartag ab 9.30 Uhr in der Martin-Luther-Gemeinde in Hannover-Ahlem wird es zum Auftakt Vorträge von Fachleuten zu den drei Hauptbegriffen geben und eine Podiumsdiskussion wird sich anschließen. In der Abendandacht um 18 Uhr mit Renate Höppner aus Magdeburg wird Landesbischof Ralf Meister Hermann de Boer als Vorsitzenden verabschieden, und im Anschluß werden bei einer Feier Erinnerungen ausgetauscht. Interessierte können sich noch bis 3. November zu dem Tag oder auch einzelnen Programmteilen anmelden.

„Das Forum soll aufzeigen, was die Zukunft der Erde und des Lebens gefährdet und welche Schritte notwendig sind. Es wird auch die Frage aufgreifen, ob wir in den Kirchen wie in der Gesellschaft neue Impulse und Handlungsansätze brauchen“ schreibt Hermann de Boer, Vorsitzender des Arbeitskreises.

1988 fanden in Niedersachsen die drei ersten großen Versammlungen im Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung statt. In Oldenburg und Hannover kamen jeweils Hunderte von Christinnen und Christen zusammen, um angesichts „einer noch nie dagewesenen Bedrohung von globalem Ausmaß“, so hieß es 1990 in der Niedersächsischen Erklärung, „eine Antwort des Glaubens“ zu finden. Vor allem an der Basis der Kirchen war der Ruf unüberhörbar nach einem eindeutigen Zeugnis der Kirchen für Gerechtigkeit unter den Menschen, für Frieden zwischen den Völkern und für die Bewahrung des Lebens der ganzen Schöpfung. 30 Jahre später ist das globale Ausmaß der Bedrohung weiterhin erschreckend hoch und wird durch die aktuelle angekündigte Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA verstärkt.

Handlungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven in der Diskussion

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Der Arbeitskreis hat sich auch immer an Aktionen und Demonstrationen beteiligt, wie hier vor dem Rheinmetallgelände in Celle-Unterlüß am 8. Mai. Archivfoto: Lutz Krügener

Was fordert heute unseren Glauben und unser Handeln heraus? Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben? Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen auf die Politik, auf Entwicklungen in der Gesellschaft und auf die Kirchen?

Darauf werden auch die Referenten am Vormittag ab 10.30 Uhr eingehen. Über „Gerechtigkeit“ spricht Dr. Mirjam Laaser, Leiterin der Abteilung Internationale kirchliche Zusammenarbeit, Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM). Was „Frieden“ bedeutet entfaltet Dr. Marco Hofheinz, Professor für Systematische Theologie von der Leibniz-Universität Hannover. Die „Bewahrung der Schöpfung“ macht der Nachhaltigkeitsforscher und Wirtschaftswissenschaftler apl. Prof. Dr. Niko Paech von der Universität Siegen zum Thema. Nach jedem Vortrag können Rückfragen gestellt werden. Diskutiert wird nach dem Mittagessen ab 14 Uhr.

Ab 15.30 Uhr wird ein Rückblick auf 30 Jahre Konziliarer Prozess in Niedersachsen gehalten durch Hermann de Boer, es werden Zukunftsperspektiven beraten und neue Sprecher gewählt. Das Forum findet in Kooperation mit dem Haus kirchlicher Dienste, dem ELM, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen und der Marktkirche Hannover statt.

Weitere Informationen

Der Seminartag ist kostenlos. Um eine Spende für die Verpflegung wird gebeten.

Anmeldung bis Samstag, 10. November bei:

Hermann de Boer,
Masurenstr. 9 B,
31832 Springe

oder per Mail:
Hermann.de.Boer@t-online.de