Foto: HkD

Ende einer Ära in Porträt-Bildern

Nachricht 15. Oktober 2018

Ende 2018 endet in Deutschland die Ära des Steinkohle-Bergbaus mit der Schließung der letzten beiden Zechen in Nordrhein-Westfalen. Darunter ist auch Ibbenbüren, die auch eine niedersächsische Vorgeschichte besitzt.

Aus diesem Anlass zeigen der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) ab Montag, 22. Oktober die Ausstellung „Erinnern gibt Zukunft“, die 2005 am Niederrhein entstanden ist. Initiator war der dortige Arbeitskreis Kirche und Bergbau. Die Wanderausstellung wird später an weiteren Orten Niedersachsens gezeigt.

Im Katalog heißt es einleitend: „Der Strukturwandel am linken Niederrhein war in den vergangenen 15 Jahren häufig mit zum Teil harten Auseinandersetzungen um die Arbeitsplätze in der Montanindustrie gekennzeichnet. In dieser Zeit haben sich auch die Kirchen an der Seite der Bergleute für sozialverträgliche Lösungen eingesetzt und mitgeholfen, dass viele Menschen in unserer Region solidarisch zusammenstehen. Diese Verbundenheit ist uns der nachhaltigen Erinnerung wert, weil wir sie als wegweisend erachten‚ für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit (Sozialwort der Kirchen). Wir wollen dadurch Mut machen, in den vor uns liegenden gesellschaftlichen Fragen die gemeinsame Verantwortung zu stärken.“ Der Strukturwandel bei Kohle und Stahl im Ruhrgebiet wurde seinerzeit beschrieben unter der Überschrift: „Wandel braucht Zeit, Solidarität, Hoffnung“. Mit der Präsentation der Ausstellung in Hannover möchten der KDA und die IG BCE die Frage aufwerfen, ob diese Leitlinie auch heute für andere Strukturprozesse eine hilfreiche Perspektive eröffnet.

Diese Fragen werden bei der Ausstellungseröffnung beleuchtet von Edeltraud Glänzer (stellv. Vorsitzende der IG BCE), Jörg Buhren-Ortmann (Arbeitsdirektor, RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH) und Jürgen Widera (Pfarrer in der KDA-Region Duisburg-Niederrhein).

Aktuell wird die Ausstellung ergänzt durch mehrere Porträts in Wort und Bild von Bergleuten. Der ehemalige Bergmann Uwe Reichow hat am Niederrhein mit dem Fotografen Helmut Eisermann Bergleute besucht und sie befragt, wie sie auf ihre Tätigkeit unter Tage zurückschauen.

Bei Fragen zur Ausstellung steht zur Verfügung:

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Dr. Matthias Jung
Tel.: 0511 - 1241 456
Abteilung / Referat:

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

 

Aufgabenbereich:

Landessozialpfarrer und Leitender Referent für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt mit Schwerpunkt in der Wirtschaftsregion Hannover
Landessozialpfarrer