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Familienaufstellung – heilig, unheilig, postmodern

Nachricht 27. November 2018

Erstmals wird beim Kunstgottesdienst am kommenden 1. Advent, 2. Dezember, im Sprengel Museum Hannover eine Skulptur im Mittelpunkt stehen – und zwar von Henry Moore.

Die oft großformatigen abstrakten Skulpturen des bekannten englischen Bildhauers und Zeichners sind weltweit aus- und aufgestellt. In Deutschland sehr bekannt ist nicht zuletzt seine zweiteilige Skulptur vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn. Speziell in den 1950er Jahren hatte Moore eine Schaffensperiode, in der er viele Familiengruppen schuf.

Eine solche zeigt auch die 15 cm hohe Kleinskulptur „Family Group“ aus Bronze von 1944, die im Mittelpunkt des Kunstgottesdienstes ab 11.15 Uhr im Calder-Saal des Museums stehen wird. Dies ist eine Premiere für dieses bewährte Format, bei dem ansonsten bislang stets Bilder aus den Sammlungen des Museums zu sehen waren und thematisiert wurden.

„Dieses figürliche und zugleich zart abstrakte Kunstwerk wird im Kunstgottesdienst in einen doppelten Dialog gebracht: zum einen in das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre Wahrnehmungen und Sichtweisen einbringen. Und zum anderen in das Gespräch mit zwei neutestamentlichen Texten, die das Themenfeld Familie aus biblischer Sicht in den Fokus rücken“, sagt Pastor Dr. Matthias Surall, Leitender Referent für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste in Hannover, der den Gottesdienst leitet. So geht es passend zum Adventssonntag im Lukasevangelium Kapitel 1, Verse 26–38 um die Ankündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel an Maria.

Musikalisch gerahmt und begleitet wird der Gottesdienst durch den aus Syrien stammenden Musiker Ahed Nofal, der auf dem Instrument „Oud“ spielen wird. Das Sprengelmuseum am Maschsee liegt am Kurt-Schwitters-Platz.

Um diese Veranstaltung des Museums besuchen zu können, ist – wie im Sprengel Museum üblich - neben dem Museumseintritt noch ein Euro für eine Sonderveranstaltung zu entrichten.