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„Es ist noch Raum da“

Nachricht 04. Mai 2018

Als Auftakt für viele Frauensonntags-Gottesdienste in evangelischen Gemeinden feiert am Pfingstsonntag, 20. Mai in der Garnisonkirche zu Oldenburg eine große Gemeinschaft aus verschiedenen Himmelsrichtungen Niedersachsens um 10 Uhr gemeinsam einen Hörfunk-Gottesdienst. Denn Frauen sowie Männer und Kinder aus der Ev.-reformierten Kirche, aus der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg sowie der Bremischen Evangelischen Kirche machen sich auf den Weg, um zusammen den diesjährigen Frauensonntag zu feiern. In der eigens gemeinsam erstellten Arbeitshilfe zum Frauensonntag 2018 steht ohnehin das Thema „Feiern“ im Mittelpunkt.

Diese wurde von den genannten Frauenwerken/Frauenarbeiten unter Federführung der Ev. Frauen in Deutschland (EFiD) erstellt und hat zum Ziel, Ehren- und Hauptamtliche in den Gemeinden anzuregen, anhand des Bibeltextes „Vom großen Gastmahl“ (Lukasevangelium 14, 12-24) zu vermitteln, wie das gehen kann, wenn es heißt: „Es ist noch Raum da!“ – so auch der Titel der Arbeitshilfe. Jesus lädt in der Geschichte Menschen von der Straße zu einem Gastmahl ein, zu dem andere, zuerst Eingeladene abgesagt haben. „Raum kann entstehen für Menschen, die sonst nicht die ersten Adressatinnen und Adressaten von Kirche sind“, sagt Bettina Rehbein, theologische Referentin im Haus kirchlicher Dienste (HkD) der Hannoverschen Landeskirche. Raum ist auf jeden Fall da für die erhofften zahlreichen Hörer und Hörerinnen vom Deutschlandfunk ab 10.05 Uhr. Sie erwartet unter anderem eine Predigt der reformierten NDR-Radiopastorin Christine Oberlin aus Bützow sowie Musik des Ohmsteder Vokalensembles unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser und der Flötistin Stephania Lixfeld vom Oldenburgischen Staatsorchester. Gottesdienstbesucherinnen und –besucher sollten bereits um 9.30 Uhr in der Garnisonkirche, Peterstr. 43, sein.

Der Frauensonntag wird seit 1988 in vielen Gemeinden der Evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers an unterschiedlichen Terminen im Sommer und Frühherbst gefeiert. Hervorgegangen ist er aus der Dekade „Sonntag in Solidarität mit Frauen“, die von 1988 bis 1998 begangen wurde. Ziel des  besonderen Gottesdienstes sei die Stärkung des Priestertums aller Glaubenden sowie die Freude an der theologischen Entdeckung und die Ermächtigung von Frauen an der Basis, so Rehbein. In etwa 250 Gemeinden der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers finden sich bereits Teams zusammen. Jedes Jahr wird in einem Sprengel – in diesem Jahr Lüneburg – Zusatzmaterial zur bundesweiten Arbeitshilfe von Ehrenamtlichen erstellt. Diese haben noch immer eine größere Ideenfülle zur praktischen Gottesdienstgestaltung und Auslegung des Bibeltextes, als ein Heft fassen kann.

Die Arbeitshilfe im DIN-A4-Querformat hat 58 Seiten, ist vierfarbig gedruckt und wird kostenlos abgegeben. Sie ist zu beziehen im HkD-Materialversand unter https://www.hkd-material.de

Kontakt und Bestellung des Zusatzmaterials aus dem Sprengel Lüneburg: www.frauenwerk-hannover.de

Autorinnen der Arbeitshilfe sind Gretchen Ihmels-Albe (Frauenarbeit der Ev.-ref. Kirche), Ruth Heß (Ev. Zentrum Frauen und Männer, Hannover), Andrea Schrimm-Heins (Frauenarbeit der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg), Ulrike Kothe (Ev. Frauen in Bremen e.V.) und Bettina Rehbein (Frauenwerk im Haus kirchlicher Dienste, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers).