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Rechte Frauen und rechte Kindererziehung

Nachricht 31. Januar 2018
Quelle: HkD

Die „Mädelsache“ in der Neonazi-Bewegung ist Thema des öffentlichen Hauptvortrages bei der 7. Vollversammlung der Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (IKDR). Einblicke in die Szene gibt die Buchautorin und Journalistin Andrea Röpke am Freitag, 9. Februar, um 14.30 Uhr, im Haus kirchlicher Dienste, Archivstr.3 in Hannover.

Seit Jahren treten Frauen in der männerdominierten rechten Bewegung zunehmend selbstbewusst auf. Sie organisieren Anti-Asyl-Demonstrationen und kümmern sich um die Erziehung des  Nachwuchses, auch in Organisationen, die im Verborgenen wirken. Sie sind auch zuständig für Brauchtum und Stabilität völkisch-nationalistischer Gemeinschaften.

Obwohl Frauen nicht minder rassistisch denken als die Männer und die nationalistische Politik massiv mit vorantreiben, schaffen es nur wenige zur Kandidatin für die Alternative für Deutschland (AfD) oder Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Gleichzeitig versuchen sie, rechte Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene durchzusetzen.

Andrea Röpke ist Journalistin und publiziert seit über 20 Jahren zur extremen Rechten. Sie gibt einen Inneneinblick in die „Mädelsache“ in der Neonazi-Bewegung und spricht über das Engagement völkischer Sippen in Vereinen und Elternbeiräten, über die fehlenden Reaktionen von Politik und Verfassungsschutz, aber auch über Ignoranz und Einschüchterung in der Bevölkerung.