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Gemeinden erinnern Verbindendes mit dem Judentum

Nachricht 25. April 2018

Wäre sie nicht kostenlos zu haben, spräche man von einem Bestseller. Mehrere Tausend Mal wird die Arbeitshilfe zur Feier des Israelsonntages jedes Jahr aus dem Internet heruntergeladen. Ab sofort steht die Ausgabe 2018 zum Download bereit. Und: sie steht auch als gedruckte Broschüre zur Verfügung.

Das gefragte, praxisorientierte Hilfsmittel dient den evangelischen Gemeinden in Deutschland und darüber hinaus dazu, sich in Gottesdienst und Unterricht darauf zu besinnen, welches Erbe die Kirche mit dem Judentum auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten hindurch verbindet. „Israel“ bezieht sich hier also nicht auf den modernen Staat Israel, sondern – theologisch gesprochen – auf das Volk Gottes. Thematisch steht in diesem Jahr  Jerusalem im Fokus. Der Titel der Arbeitshilfe lautet: „… bis Zions Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz“  (Jesaja 62,1). Der Predigttext für diesen Sonntag stammt aus dem Buch des Propheten Jesaja 62,6-12.

Den Israelsonntag feiern die Gemeinden traditionell am 10. Sonntag nach Trinitatis des Kirchenjahres. In diesem Jahr ist es der 5. August. „Der Israelsonntag kann aber auch an einem anderen Sonntag nach Trinitatis gefeiert werden“, sagt die Beauftragte für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, apl. Professorin Dr. Ursula Rudnick, eine Herausgeberin der Arbeitshilfe.
 
Die rund 50-seitige Broschüre beinhaltet eine Auslegung des prominenten Exegeten Prof. Dr.  Jürgen Ebach und der Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg. Darüber hinaus gibt es einen Text des Rabbiners und Rektors des Abraham-Geiger-Kollegs Walter Homolka über die „Altstadt von Jerusalem – Ein Sehnsuchtsort für uns alle“ sowie einen Aufsatz über die „Zentralität des Landes Israel für das Judentum und der moderne Staat Israel“ des im jüdisch-christlichen Dialog aktiven Rabbiners Jehoschua Ahrens. 
Wie in jedem Jahr gibt es in der Hilfe sachkundige Auslegungen des Predigttextes aus christlicher und jüdischer Perspektive, einen Gottesdienstentwurf und eine Lesepredigt für Lektorinnen und Lektoren. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen Aufsatz über den Weg der Evangelischen Kirche im Rheinland angesichts des Konflikts zwischen Israel und Palästina.
 
Die Arbeitshilfe wird herausgegeben von der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Ev.-luth. Kirche in Bayern sowie dem Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Ev.-luth. Kirche in Bayern.

Weitere Informationen

Die Herausgeber stellen die Hilfe kostenlos zum Download bereit.
Die Druckausgabe kann ab sofort unter der Internetadresse https://www.hkd-material.de bestellt werden.
Das Arbeitsfeld Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste erreichen Sie hier.