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Solidarität und Gerechtigkeit haben viele Gesichter

Nachricht 23. April 2018

„Vielfalt – Solidarität – Gerechtigkeit“ ist in diesem Jahr das Motto der Kampagne des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum 1. Mai. Dieses Motto entfaltet in verschiedenen Richtungen der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) mit – zumeist ökumenischen – Gottesdiensten und Infoständen am oder vor dem Tag der Arbeit in Göttingen, Hannover, Oldenburg, Emden und Osnabrück. „Solidarität und Gerechtigkeit haben viele Gesichter, diese Vielfalt spiegelt sich in unseren Aktionen an und um den Tag der Arbeit“, so Landessozialpfarrer Matthias Jung.

„Arbeitszeit, die zum Leben passt / Kurze Vollzeit für alle“ ist in Göttingen das Thema von Wortbeiträgen von DGB-Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch und Pastor Stephan Eimterbäumer (KDA Göttingen). Sie sprechen im Gottesdienst am Sonntag, 29. April um 11 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis, Johanniskirchhof, den Orts-Pastor Gerhard Schridde liturgisch gestaltet. Ein Mittagsessen im benachbarten Gemeindehaus schließt sich an.

Am selben Tag bietet KDA-Referentin Waltraud Kämper einen Gottesdienst zum Tag der Arbeit an mit musikalischer Lesung in der Marktkirche Hannover, Hanns-Lilje-Platz. Der Gottesdienst unter der Überschrift „Laudatio an den Sonntag“ beginnt um 17.30 Uhr. Am Tag der Arbeit, 1. Mai, lädt der KDA ein in eine Bauwagen-Kirche auf dem Trammplatz vor Hannovers Neuem Rathaus. Diese mobile Kirche entstand als Projekt des bayrischen KDA vor 10 Jahren. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion haben den Bauwagen zu einer Kirche mit Kirchenbank und Altar in dem kleinen liturgischen Raum im Wagen umgebaut. Die bayrischen KDAler verstehen sie als Idealbild von Kirche: Demütig und einfach, praktisch und schützend, mobil und damit vor Ort, wo die Menschen sind.

„Kleider machen Leute… kaputt“ ist in Oldenburg am Vorabend, 30. April der ökumenische Gottesdienst um 18 Uhr in der Lambertikirche überschrieben, der bewusst das DGB-Motto „Vielfalt – Solidarität – Gerechtigkeit“ aufnimmt. Ein Beispiel für internationale Ungerechtigkeit seien die Bedingungen, unter denen unsere Kleidung in globalen Lieferketten hergestellt werde. Vielfalt sei in modischer Hinsicht zweifelsfrei gegeben, Solidarität und Gerechtigkeit im großen Ganzen keineswegs, so die Veranstalter. Sport- und Modebekleidung werde hierzulande zu Dumpingpreisen auf dem Markt gebracht, was nur möglich sei, weil anderswo auf der Welt Menschen unter gefährlichen Bedingungen und zu Dumpinglöhnen arbeiten. Im Gottesdienst wollen Gewerkschafter und Christen verschiedener Konfessionen die Problematik in Beziehung setzen zur biblischen Tradition, die zu Nächstenliebe, also zur Solidarität verpflichtet. Die Predigt hält Pastor Matthias Hempel, Beauftragter für Konfirmandenarbeit im evangelisch-lutherischen Oberkirchenrat in Oldenburg.

In Emden feiern Christen verschiedener Konfessionen einen Freiluft-Gottesdienst am Hafentor am Delft um 9.30 Uhr mit dem Thema "Vielfalt.Solidarität.Gerechtigkeit. - Das sie alle eins seien". Die Dialogpredigt halten Michael Hehemann, 1. Bevollmächtigter der Industriegewerkschaft Metall Emden und Orts-Pastor Michael Schaper. Um 10.30 Uhr schließt sich dort die Demonstration an, die um 11.30 Uhr in der traditionellen Mai-Kundgebung am Stadtgarten mündet, der sich wiederum ein Maifest für die ganze Familie anschließt.

Am 1. Mai beteiligt sich Nicole Beckmann (KDA Osnabrück) mit einen Info-Stand  am Familienfest vor dem DGB-Gebäude am August-Bebel-Platz gemeinsam mit der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und Christlichen Arbeiterjugend  Osnabrück (CAJ). Am Info-Stand informieren die beteiligten Verbände über ihre Arbeit. Zugleich wird eingeladen zum Persönlichkeitstest "Welcher Berufstätige in der Bibel sind Sie?"

Unter www.landeskirche-hannovers.de wird Beckmann zudem zum 1. Mai am Sonntag, 29. April eine Andacht veröffentlichen und Eimterbäumer dort direkt am 1. Mai eine „Wortmeldung“ zum Thema „kurze Vollzeit für alle“.