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Aufrüsten bitte!

Nachricht 26. Juni 2017
Diskussion
Angeregt, auch kontrovers, wird diskutiert bei der Abschlussveranstaltung des Projektes „zivil statt militärisch“. Foto: Agnes Sander

Aber für zivil... - das Projekt „zivil statt militärisch“ wird nach vier Jahren abgeschlossen.

Mit einer Podiumsveranstaltung wird am Dienstag, 27. Juni die beim Friedenskreis Halle e.V. ansässige Projektstelle „zivil statt militärisch“ abgeschlossen. Die Landeskirche Hannovers hat dieses Projekt in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland durchgeführt und der Referent für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste Pastor Lutz Krügener hat es begleitet. Von 16  bis 18 Uhr sind Interessierte in die Christliche Akademie in Halle, Fährstr. 6, eingeladen, Beispiele gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland kennen zu lernen.

Die Projektstelle „zivil statt militärisch“ informiert seit 2013 Jugendliche und Erwachsene über Chancen und Grenzen ziviler gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland. „Der Einsatz militärischer Mittel im Kontext internationaler Gewaltkonflikte wird von vielen Menschen in Deutschland immer mehr als notwendig und alternativlos angenommen. Die Praxis aber zeigt, dass gewaltsame Konflikte mit militärischen Mitteln nicht gelöst werden können“, so Agnes Sander, Projektleiterin von „zivil statt militärisch“.

Anlässlich dieses Abschlusses informieren Akteure aus dem Bereich der Zivilen Konfliktbearbeitung über ihre Arbeit. Zu Wort kommen werden Mai Shutta, eine Aktivistin der gewaltfreien „Girifna-Bewegung“ aus dem Sudan, Elmar Langner, der im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes in Myanmar gearbeitet hat, Andreas Dieterich, Experte für Zivile Konfliktbearbeitung und Rüstungsexporte von Brot für die Welt und Agnes Sander, Friedensbildungsreferentin im Projekt „zivil statt militärisch“. Pastor Lutz Krügener, wird in Vertretung des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, ein Grußwort sprechen und betont: „Die Militarisierung ist wieder auf dem Vormarsch, ob in Deutschland, der Europäischen Union oder weltweit. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das angesprochene Projekt eine Fortführung findet. Wir müssen und können deutlich machen, dass es Alternativen zum militärischen Handeln gibt. Zivile Konfliktbearbeitung kann bei anderer Ausstattung wirksam Konflikte eindämmen.“

Interessierte und Neugierige sind eingeladen, gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten zu diskutieren, gewaltfrei zu streiten und zu fachsimpeln.