Foto: HkD

Luthers Antisemitismus im Blick

Nachricht 30. Oktober 2017

Den Antisemitismus Martin Luthers und die Verfassungsänderung der Hannoverschen Landeskirche mit Blick auf das Judentum machen zwei ausleihbare Wanderaustellungen des Arbeitsfeldes „Kirche und Judentum“ im Haus kirchlicher Dienste (HkD) zum Thema. Das Arbeitsfeld weist auf diese Ausstellungen im Vorfeld des Reformationsjubiläums am kommenden Dienstag, 31. Oktober und des Gedenktages zur Reichsprogromnacht am 9. November hin.

Die Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht – Martin Luther und die Juden“ war im Jahr des Reformationsjubiläums nahezu durchgängig ausgebucht und ist nun ab 2018 wieder zu haben. Ebenfalls im nächsten Jahr noch auszuleihen ist die Ausstellung Kon-Texte zur Verfassungsänderung der Landeskirche von 2013 im Hinblick auf das Verhältnis der Landeskirche zum Judentum.

Die auch nach dem Reformationsjubiläum unverändert aktuelle Ausstellung zu Martin Luther für Kirchengemeinden und Schulen informiert über das Verhältnis des Reformators zu Juden und zum Judentum im historischen und theologischen Kontext. Luthers vermeintlich judenfreundliche Haltung in den 1520er Jahren kommt dabei ebenso zum Ausdruck wie seine Sätze voll Judenhass und -verachtung aus den 1540er Jahren. Zudem vermittelt die aus 20 Roll-up’s bestehende Präsentation Informationen über das jüdische Leben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Sie begnügt sich aber nicht mit der Darstellung historischer Inhalte, sondern fordert die Betrachter und Betrachterinnen zugleich dazu auf, selbständig eine Position zu finden.

Die Ausstellung „Kon-Texte“ führt auf acht Roll-up’s die Kernaussagen der Verfassungsänderung der Landeskirche Hannovers von 2013 vor Augen. Mit der Änderung hat die Landeskirche ihr Verhältnis zum Judentum theologisch neu bestimmt. Die Präsentation lädt die Betrachter dazu ein, die eigene Beziehung zum Judentum zu reflektieren. Sie versteht sich als Ergänzung zur Broschüre Kon-Texte, die die Verfassungsänderung in einen Dialog mit jüdischen und christlichen Stimmen stellt, um so eine verfassungsgemäße kirchliche Praxis zu unterstützen. Die Broschüre Kon-Texte und auch interaktive Fragekarten werden bei der Ausleihe kostenlos als Begleitmaterial mitgeliefert.

Interessierte buchen die beiden Ausstellungen über den HkD-Materialversand unter der Web-Adresse www.hkd-material.de. Weitere Infos zu den Ausstellungen gibt es unter www.kirche-judentum.de unter der Rubrik „Ausstellungen“. Dort gibt es auch nähere Informationen zu den Ausleihkonditionen.

Kontakt zu Fachfragen

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Apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick
Tel.: 0511 1241-434
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