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Statements der Teilnehmenden

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Bild: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Torsten und Diana Dannenberg aus Eilvese/ Neustadt am Rübenberge erzählen von den "vielen neuen Dingen, die wir vorher so nicht bedacht haben". Diana zählt auf: "Wenn man die Kirche verschönern will muss man einiges bedenken; zum Beispiel Haftungsfragen bei Leihgaben". Ehemann Torsten, "mein Opa war schon Küster", nimmt viel Hoffnung mit nach Hause: "Ich habe mitgenommen, dass nicht alles so bleiben muss wie seit 25 Jahren."

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Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Heike Marx aus Amelungsborn arbeitet in ihrer Gemeinde als Kirchenvorsteherin. Nebenbei hilft sie ihrem Mann bei der Küsterarbeit aus und nimmt für ihre Tätigkeit ganz praktische Tipps mit nach Hause: "Wir müssen mal wieder das Gerümpel rauswerfen und die Ecken aufräumen", freute die Kirchenpädagogin sich auf zu Hause. Dann fügte sie augenzwinkernd an: "Es gab zu viele Workshops. Ich hätte gern noch mehr besucht."

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"Wir sind gerade mit den Fragen der Innenrenovierung unserer Kirche beschäftigt. Darum sind für mich die Fragen der Ästhetik interessant", sagt Gerhard Schridde, Pastor in Göttingen. "Aufschlussreich waren die Beispiele aus dem Vortrag den Herrn Zink. Das 'Zuwachsen durch Gegenstände' geschieht in jeder Kirche. Wichtig war für mich auch, dass das Ästhetikempfinden von zwei verschiedenen Gruppen eine Rolle spielt, das der Gemeinde und das der 'Fremden', die die Kirche besichtigen. Bei neuer Kunst darf auch ein Fremdheitsaspekt sein; die Gemeinde darf sich ruhig daran reiben."

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Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Irena Buchholz aus Gehrden besuchte einen Workshop zum Thema "Klimaschutz". "Ich habe von der kirchlichen Seite viel mitgenommen: Zum Beispiel die Sakristei anders zu gestalten". Die Küsterin erzählte aber auch von den zu erwartenden Hürden bei Veränderungen: "Man weiß ja wie das läuft, wenn viele Leute was zu sagen haben."

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Michaela Besler aus Drennhausen besichtigte im Workshop „Schön inklusiv“ die Marktkirche aus der Perspektive einer Rollstuhlfahrerin. „Das war eine ganz neue Erfahrung, in der Rollstuhlposition zu sein", sagt die Küsterin und Kirchen- und Friedhofpädagogin. „Man ist bedeutend kleiner und nimmt andere Dinge wahr, nämlich das, was auf Augenhöhe ist. Ich kam auch nicht ohne Hilfe in die Kirche hinein. Auch das war neu für mich, einmal auf der anderen Seite zu sein.“ Als ehrenamtliche Flüchtlingshelferin ist sie sonst diejenige, die anderen hilft.

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Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

"Ich kann in Dialoge treten mit Pastoren und Küstern", freute sich Frederik Richter. Der Kunstglaser aus Taunusstein arbeitet im Glasstudio "Derix" eng mit Kirchengemeinden zusammen. "Hier kann ich fachsimpeln und höre auch interessante Dinge: Zum Beispiel wie Raumwirkung entsteht."

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Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

"Im Sommer sollte man die Türen und Fenster eigentlich immer schließen, weil die warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und diese so in die Kirche kommt und dort bleibt", fasst Iris Borchert ihren Wissenszuwachs zusammen. Dann fährt die Küsterin aus Walsrode jedoch fort: "Mir ist hier noch klargeworden, dass wir die Orgelpfeifen wieder reinigen müssen."

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Kirchenvorsteher Dr.-Ing. Peter Antwi Obimpeh äußert sich lobend über den Workshop "Nachhaltigkeit und Klimaschutz: "Mir hat gut gefallen, dass Herr Benhöfer nicht die Fachbegriffe von uns Architekten verwendet hat. Er hat diese Dinge stattdessen mit einfachen Worten erklärt, die jeder verstehen kann. Neu war für mich, dass man eine Kirche für den Gottesdienst auch nur auf 16 Grad heizen kann, für andere Gebäude gilt 19 Grad als Grenze für die Behaglichkeit.“

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Foto: Susanne Ruge/HkD

„Ich finde es gut, dass diese Tagung gemacht wird. Es ist wichtig, sich auszutauschen", freut sich Sabine Ulrich, Pastorin aus Nordholz. "Es gab eine Zeit, in der wir in der Kirche viel über die Zweckmäßigkeit gesprochen haben und vor allem multifunktionale Räume gebaut wurden. Es ist gut, unsere Kirchenräume wieder als Sakralräume in den Blick zu nehmen, die für sich selbst sprechen.“