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Zehn Jahre Spiritual Consulting

Nachricht 29. Juli 2014

"Wie viel Glaube braucht die Wirtschaft?"

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Ralf Reuter, Landesbischof Ralf Meister und Peer-Detlev Schladebusch (v. l. n. r.) beim Führungskräfte-Forum von Spiritual Consulting; Foto: Inna Rempel

Verantwortungsträger in der Wirtschaft stehen vor großen Herausforderungen. Das betonte Landesbischof Ralf Meister auf dem Führungskräfte-Forum von Spiritual Consulting.

Gerechtigkeit als Herausforderung

„Eine Gerechtigkeitstheorie, nach der Gerechtigkeit in einer Gesellschaft aus der Perspektive ihrer schwächsten Glieder beurteilt wird, ist nicht nur für die Kirche von Bedeutung. Diese Gerechtigkeit wird in den prophetischen Schriften immer wieder praktisch eingefordert und bleibt eine dauernde Herausforderung. Eine Herausforderung für Politiker und Kirchenleute, für Unternehmer und Konsumenten, für alle Menschen, die frei und verantwortlich wirtschaftlich Handelnde sind“, so Landesbischof Ralf Meister am letzten Freitag.

Gute Erfahrungen in Beratungs- und Entwicklungsprozessen

Das Führungskräfte-Forum stand unter dem Motto „Wieviel Glaube braucht die Wirtschaft?“ und fand am Freitag, 25. Juli bei den VGH-Versicherungen in Hannover statt. Zusammen mit 80 geladenen Gästen blickte Spiritual Consulting auf 10 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück.

Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH, drückte in seiner Eröffnungsrede seine Verbundenheit zu Spiritual Consulting aus. Er sei dankbar für viele „gute, gemeinsame Erfahrungen in Beratungs- und Entwicklungsprozessen“. Auch der Kirchenbeauftragte des Volkswagen-Konzerns Jan Wurps und zahlreiche andere Unternehmer berichteten von erfolgreicher Beratung durch Spiritual Consulting.

Bereits 1997 hatte sich im Raum Osnabrück der „Dialogkreis Kirche-Wirtschaft“ aus einer Initiative der beiden Pastoren Peer-Detlev Schladebuch und Ralf Reuter gegründet. 2004 wurde „Spiritual Consulting“ als innovatives Projekt der Hannoverschen Landeskirche begonnen und hatte damit zugleich Pilotcharakter in der EKD. Zunächst mit einem Büro, seit 2012 als eigenes Arbeitsfeld, ist Spiritual Consulting im Haus kirchlicher Dienste etabliert.

In Begegnungen bildet sich „Spiritual Capital“

Prof. Dr. Gerhard Wegner brachte am Freitag in seinem Vortrag zum Schluss der Veranstaltung den Begriff "Spiritual Capital " ins Spiel: "Dieses Kapital wird mehr, wenn man es einsetzt, es teilt, investiert." Unter „Spiritual Capital“ versteht Wegner ein Vertrauen, das sich in der Begegnung bildet. Es sei quasi ein transzendentales Vorschusskapital, das zum Handeln aus christlicher Motivation ermutigt und Früchte trägt.

Dass „Spiritual Consulting“ seit seiner Gründung so ein „Spiritual Capital“ produziert hat, zeigten die vielen Statements der Verbundenheit von Führungskräften aus der Wirtschaft.

Auf Augenhöhe begleiten

„Führungskräfte der Wirtschaft nehmen geistlichen Rat in unternehmerischen und persönlichen Fragen in Anspruch.

Sie wünschen sich dazu kompetente Gesprächspartner, die den Erfolg in schwierigen Prozessen suchen und an wichtigen Wegmarken des Lebens weiterhelfen.“

(Broschüre über die Arbeit von Spiritual Consulting)

Mehr zur Arbeit von "Spiritual Consulting"

Angebote von Spiritual Consulting

Vier Mitarbeitende beraten mit Vorträgen und Kontakten, Coaching und Consulting beraten Führungskräfte aus der Wirtschaft. Sie bedenken mit ihnen, wie sie aus dem christlichen Glauben heraus ihre Aufgaben erfüllen können und wie Unternehmen christliche Ethik im Spannungsfeld der Wirtschaft leben können.

„Spiritual Consulting“ bietet auch Pilgertouren für Führungskräfte und Wochenend-Retraiten im Kloster Loccum an. Die Mitarbeitenden moderieren Generationenübergänge in Familienunternehmen, Fusionen oder andere Veränderungsprozesse. Ihr Ziel ist es, dabei integer und unabhängig zu bleiben, sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz der Persönlichkeit.

Weitere Angebote reichen von der Karriereplanung bis zur Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand.