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Wortmeldung

Eine Informationsschrift des KDA der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Mai 2007: Arbeitstag - Tag der Arbeit

Was erwartet Sie an einem normalen Arbeitstag?
Haben Sie das Glück, mit einem guten Gefühl von zuhause loszugehen?
„Ich habe eine Arbeit, die ich gerne mache, die für mich Sinn macht.
Die Kollegialität stimmt. Ich erfahre Wertschätzung.
Und für gute Arbeit bekomme ich gutes Geld.“
Schön, wenn es bei Ihnen so ist mit der Erwerbsarbeit. Dann kann es ein guter Arbeitstag werden.

Am 1.Mai wird der Tag der Arbeit gefeiert. Früher trug er den Beinamen Kampftag. Frauen und Männer kämpften für Verkürzung der Wochenarbeitszeit, Lohnfortzahlung bei Krankheit, ein freies Wochenende und angemessene Bezahlung.
Damals und heute sind zwei paar Schuhe. Dennoch sind Themen geblieben und neue dazugekommen.
Heute gibt es Gerechtigkeitslücken zum Beispiel in folgenden Bereichen:

  • bei der Ungleichheit von Löhnen zwischen Frauen und Männern.
  • bei einer Bezahlung, die nicht existenzsichernd ist.
  • bei jungen Menschen, die ohne Ausbildungsplatz bleiben.
  • bei Menschen, die auf Dauer von Erwerbsarbeit ausgeschlossen bleiben.

„Die Arbeit gehört zum Menschen wie zum Vogel das Fliegen.“ – so sagt es Martin
Luther.

Die Erwerbsarbeit los sein, bedeutet dann: Mir sind die Flügel gestutzt. Ich verliere an Würde.

Das Motto des DGB zum Tag der Arbeit greift diesen Gedanken ebenfalls auf:
„Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Gerechtigkeit. Gute Arbeit.“

Gute Arbeit beinhaltet u. a. soziale und auch international verankerte Maßstäbe:
  • sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.
  • Verzicht auf jegliche Diskriminierung.
  • Mitgestaltungsmöglichkeiten der Beschäftigten
  • gerecht gestaltete internationale Verflechtungen.

Der Tag der Arbeit richtet den Scheinwerfer auf diese Fragen und Anliegen.
Für uns ist er ein Anstoß, weiter genau zu prüfen:
Welche Gerechtigkeitslücken sind wie zu schließen, damit es weniger Lückenbüßerinnen und Lückenbüßer gibt? Wo können wir Gute Arbeit stützen und menschenwürdige Strukturen mitgestalten?

Ich wünsche, dass es viele gute Arbeitstage für viele Menschen gibt, damit sie be-„schwingt“ in ihre Arbeitstage gehen können.

Pastor Walter Punke, Stade
punke@kirchliche-dienste.de

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