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Wortmeldung

Eine Informationsschrift des KDA der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Dezember 2006: "Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils." Jesaja 12, 3

Nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Erwerbslosen in diesem Herbst gesunkenen, wie schon lange nicht mehr. Auch im Freistaat Sachsen. Allerdings nicht in allen Regionen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter an. Die Politik spricht bereits von einer Trendwende.Aber niemand weiß, ob der Aufschwung anhält. Die Ökonomen streiten sich zum Beispiel über die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung auf die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr.

Eine Schwächung des Konsums könnte eintreten. Bei steigender Auftragslage beschäftigen viele Unternehmen mehr Zeitarbeiter. Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt ist also anfällig und unsicher.
Trotz Förderprogramme gibt es nicht etwa einen Boom bezüglich der Einstellung von älteren Mitarbeitern in Unternehmen.
Mitbürger um das 50. Lebensjahr erreicht der Aufschwung noch nicht. Der Anteil der Langzeiterwerbslosen beträgt in Sachsen über 30 Prozent.
Hinzu kommen Arbeitnehmergruppen, die wegen ihres geringen Einkommens zusätzlich auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. Angesichts dieser Situation ist es nicht verwunderlich, wenn für die Menschen weiterhin Zukunftsängste existent sind. Vertrauen in Politik und damit nicht zuletzt unsere Demokratie befinden sich weiterhin in einem Tief. Für viele Menschen in der Bundesrepublik schwindet die Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage stetig.

Dennoch spricht Jesaja in seinem mehr als 2000 Jahre alten Bibeltext von Zukunftshoffnung. Jesaja: „Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils“.

Christliche Hoffnung ist eine diesseitige (irdische) und eine jenseitige Hoffnung. Diesseitige christliche Hoffnung ist die Hoffnung auf Veränderbarkeit. Veränderbarkeit im persönlichen Leben, aber auch Veränderbarkeit unserer gesellschaftlichen Situation.

Der Prophet Jesaja lebte und wirkte in einer politisch sehr unruhigen Zeit. Inhalte seiner Prophetie sind Trost und Hoffnung, Gerechtigkeit und Heil für Menschen. Voller Freude erinnert Jesaja an die Liebe, Treue und Vergebungsbereitschaft des Gottes der Bibel. Seine Zusagen sind die Quelle
aller Hoffnungen.

Die Adventszeit hat begonnen und das Weinachtfest steht vor der Tür. Bei aller Vorbereitung und allem Trubel für das Fest sollten unsere Blicke auf das Jesuskind in der Krippe fallen. Jesaja weist in seinen Texten auf Jesus als kommenden Retter und Heilsbringer für den hoffnungslosen Menschen hin. Das ist unzerstörbare christliche Hoffnung. Jesus Christus als Quelle des Heils, bietet allen Menschen Hilfe und Rettung an. Es spielt keine Rolle, welcher sozialen Schicht sie angehören, und ob sie Arbeitsplatzbesitzer sind oder nicht. Für ein in christlichen Werten verankertes gesellschaftliches zusammenleben gehört es, dass Menschen ohne Erwerbarbeit dieselbe Anerkennung und Wertschätzung erfahren wie Menschen mit Erwerbarbeit.

Eine gesegnete Advents– und Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2007.

Gottfried Dietzsch
KDA, Ev.-luth. Landeskirche Sachsen

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