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Gottes Energie bewegt - Schöpfungszeit

"Gottes Energie bewegt - Schöpfungszeit" – die hannoversche Landeskirche hat eine Arbeitshilfe mit diesem Titel herausgegeben: Mit ihr können Gemeinden in der Zeit zwischen 1. September und 4. Oktober einen Schöpfungstag oder eine Schöpfungszeit mit mehreren Aktivitäten planen – und dies gegebenenfalls auch mit dem Erntedankfest verbinden oder abstimmen. Die Arbeitshilfe enthält u.a. einen ökumenischen Gottesdienstentwurf, gemeindepädagogische Ideen sowie Anregungen zu Maßnahmen zur Energie-Effizienz und zur Gründung eines Umwelt-Teams.

Gottes Energie bewegt - Schöpfungszeit

Mit dieser Arbeitshilfe können Gemeinden für die Zeit zwischen 1. September und 4. Oktober einen Schöpfungstag oder eine Schöpfungszeit planen

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Am 19.9.2009 fand in Hannover ein landeskirchlicher Schöpfungstag in Kooperation mit dem Bistum Hildesheim und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Hannover (ACKH) statt. Neben anderen wirkten auch unsere Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, der röm.-kath. Generalvikar Dr. Werner Schreer (Hildesheim) und der serbische orthodoxe Generalvikar Milan Pejic (Hannover) mit. Dem ökumenischen Gottesdienst an diesem Tag lag der Entwurf der Arbeitshilfe „Gottes Energie bewegt – Schöpfungszeit“ zugrunde.

Kirchenkreisen, die einen Kirchenkreisschöpfungstag feiern möchten, bieten die Arbeitsfelder Ökumene und Umweltschutz ihre Unterstützung. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an uns!

Schöpfungstag und Schöpfungszeit – eine ökumenische Idee

Die Idee eines Tages für die Schöpfung kam bereits 1989 vom Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel. Konkret wurde vorgeschlagen, den 1. September, mit dem das orthodoxe Kirchenjahr beginnt und der der Schöpfung gewidmet ist, zum europäischen Schöpfungstag zu erklären.

In Anlehnung hieran heißt es in der 2001 unterzeichneten Charta Oecumenica in der Leitlinie 9 „Schöpfung bewahren“: „Wir empfehlen, einen ökumenischen Tag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen.“

Die Dritte Europäische Versammlung 2007 in Hermannstadt/Sibiu hat dies bedacht und auf eine Zeitspanne hin konkretisiert, die mit dem orthodoxen Schöpfungstag beginnt, das Erntedankfest in sich schließt und mit dem Tag des Franz von Assisi endet. Und so lautet die „Empfehlung X“: „Wir empfehlen, dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten.“ Innerhalb dieser Spanne entscheiden die Kirchen und Gemeinden, welcher Tag oder welche Tage sich für eine Schöpfungszeit am besten eignen.

Schöpfungstag und Schöpfungszeit stehen damit in der Tradition des Konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Er wurde 1983 bei der 6. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Vancouver (Kanada) angestoßen.

Dass die Bewahrung der Schöpfung zur Glaubwürdigkeit von Kirchesein und Christsein dazu gehört, ist spätestens seit der Ersten Ökumenischen Europäischen Versammlung in Basel 1989 eine Grundeinsicht der Kirchen in Europa. Heute führt besonders der Klimawandel vor Augen, dass die drei Aspekte des Konziliaren Prozesses – Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung – zusammengehören: Von seinen Auswirkungen sind Menschen, die ihn am wenigsten verursacht haben, besonders stark betroffen: Arme und Angehörige zukünftiger Generationen. Das wirft das Thema Gerechtigkeit auf. Zum anderen drohen um den zerrinnenden fruchtbaren Boden Kriege. Schöpfung bewahren heißt dem Frieden dienen.

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