Frauenwerk zu Besuch beim 10jährigen Jubiläum des südindischen Minikreditprogramms TWEED in Tamil Nadu

So berichtete z.B. Regina, inzwischen selbst hauptamtliche Mitarbeiterin bei TWEED, wie sie jahrelang von ihrem Schwiegervater sexuell belästigt wurde. Die Demütigungen trieben sie beinahe zur Selbsttötung. Ihr Verantwortungsbewusstsein für ihre vier Monate alte Tochter und Rückhalt von TWEED gaben ihr Kraft, neues Selbstvertrauen und Mut. Inzwischen engagieren sich auch ihre Schwiegermutter und ihre Schwester bei TWEED, der Schwiegervater behandelt sie mit Respekt.
"Durch die Globalisierung ist diese Welt zusammengerückt", so Pastorin Franziska Müller-Rosenau in ihrer Grußadresse. "Frauen sowohl in Deutschland als auch in Indien setzen sich ein für gerechte und faire Lebensverhältnisse in ihrer jeweiligen Gesellschaft. Es ist wichtig, dass wir voneinander erfahren. Uns ist bewusst, dass wir in einer einzigen, unteilbaren Welt leben." Aus Anlass des 10jährigen Bestehens von TWEED hatte die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers eine einmalige finanzielle Unterstützung beschlossen, die es TWEED ermöglicht, die Arbeit in fünf weiteren Selbsthilfegruppen in der Region von Tranquebar aufzunehmen. Tranquebar, am Golf von Bengalen gelegen, ist für die tamilisch-lutherische Kirche von historischer Bedeutung, da dort die lutherische Mission im Jahr 1706 ihren Anfang nahm.
Im Namen der Evangelisch.-lutherischen Landeskirche Hannovers sprach Müller-Rosenau den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von TWEED einen herzlichen Dank aus und wünschte dem Projekt eine erfolgreiche und gesegnete Zukunft. mr/jl
Veröffentlicht am 26.01.2011
Link(s):
http://www.kirchliche-dienste.de/themen/30/638/0/0/0.htm
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