Ökumenischer Studientag des Frauenwerks am 21.6.2010
"Hagars Wüstenschwestern" Der Vortrag von
Dr. Eske Wollrad 
führt in die Theologie afroamerikanischer Frauen ein, die womanistische Theologie genannt wird. Es wird erläutert, warum sich diese Theologie von der weißen feministischen Theologie abgrenzt und auf welchen Grundlagen sie basiert. Schließlich wird auch gefragt, welche Herausforderungen dieser Ansatz für unseren Kontext beinhaltet.
Die Konferenzsprache des Studientages wird Deutsch und Englisch sein. Eine Übersetzung des Vortrags und der Beiträge ist während der Tagung vorgesehen durch Frau Siegrid Lorberg-Tamakloe, Lehr- & Deeskalationstrainerin.
Weitere Informationen finden Sie als PDF-Download.
Frauenwerk zu Besuch beim 10jährigen Jubiläum des südindischen Minikreditprogramms TWEED in Tamil Nadu
Frauen wollen "Womanistische Theologie" bekannter machen
Hannover (epd). Frauen aus der hannoverschen Landeskirche wollen die sogenannte "Womanistische Theologie" in Deutschland bekannter machen. Diese Art der Theologie wurde von afroamerikanischen Frauen in den USA entwickelt, die vielfach Armut, Drogen und Gewalt ausgesetzt seien, sagte die Theologin Eske Wollrad vom Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland am Montag, den 21. Juni in Hannover. Sie referierte bei einem Ökumenischen Studientag mit mehr als 30 Frauen, unter ihnen Gäste aus Äthiopien, Brasilien und Indien.
Anders als die weiße feministische Theologie stelle die "womanistische" Theologie nicht die Befreiung, sondern das Überleben in den Mittelpunkt. "Schwarze Frauen sind vielgestaltigen Formen von Gewalt ausgesetzt, die eine Befreiung in weite Ferne rücken und selbst das Überleben oft unmöglich machen", sagte Wollrad. Es gehe auch darum, dass die Frauen selbstbewusster würden.
Die womanistische Betrachtungsweise zeige den weißen Frauen ihre "blinden Flecken" auf und mache ihnen deutlich, dass sie über Privilegien wie Geld und Ausbildung verfügten. In der theologischen Diskussion mit weißen Frauen trete das Thema Rassismus deutlich in den Vordergrund, erläuterte die Theologin. "Eine rassistische Welt ist für niemanden gut, auch nicht für Weiße", betonte sie. Womanistische Auslegungen der Bibel könnten helfen, verborgene rassitische Gedankenmuster aufzudecken.
In Deutschland sei diese Theologie auch an den Hochschulen bisher kaum bekannt, sagte die Leiterin des Frauenwerks der hannoverschen Landeskirche, Pastorin Franziska Müller-Rosenau. Es gehe darum, die Probleme von Frauen in anderen Lebenszusammenhängen zu begreifen. Womanistische Auslegungen der Bibel könnten etwa in Gottesdienste einfließen.
epd Inb mig mir
„Called to be holy – berufen heilig zu sein“
Unter diesem Motto fand vom 8. – 10. Juni 2010 in Helsinki/ Finnland eine internationale, ökumenische Theologinnentagung statt, an der 90 Frauen aus 20 Ländern teilnahmen. Aus der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers war eine Delegation des Evanglisch-lutherischen Missionswerks/ Hermannsburg (ELM) unter der Leitung von Nina Dürr, Frauenreferentin des ELM, gemeinsam mit Stipendiatinnen aus Zimbabwe, Südafrika, Äthiopien, Vietnam und Polen, sowie Franziska Müller-Rosenau, Landespastorin für Frauenarbeit (Frauenwerk) nach Helsinki gereist. Großen Jubel löste bei den Teilnehmerinnen die Nachricht aus, dass wenige Tage zuvor, am 4. Juni 2010, die erste finnische Bischöfin in ihr Amt gewählt worden war. Anfang September wird Irja Askola ihr neues Amt als Bischöfin von Helsinki antreten.
Frau Askola hatte gemeinsam mit Theologinnen der Ev.-luth. Finnischen Mission, des YWCA und des finnischen Theologinnenverbandes zwei Jahre lang diese Tagung vorbereitet. Neben zahlreichen Begegnungsmöglichkeiten, standen Gottesdienste, Bibelarbeiten, der Besuch einer finnisch-orthodoxden Vesper, sowie Vorträge und Präsentationen von Teilnehmerinnen aus verschiedenen Ländern auf dem Programm. Dabei ging es um Themen wie: „Frauen und Schöpfungstheologie“, „Die prophetische Aufgabe von Frauen in Gemeinde und Kirche“ und einen intensiven Erfahrungsaustausch.
Text und Fotos: Franziska Müller-Rosenau
Hanne Finke und Ingrid Philipp in ihre neuen Ämter eingeführt
Hanne Finke und Ingrid Philipp wurden am 17. April 2010 in Hermannsburg im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes von Landespastorin Franziska Müller-Rosenau in ihre neuen ehrenamtlichen Beauftragungen im Frauenwerk eingeführt. Hanne Finke wird als Landesbeauftragte und Ingrid Philipp als Stellvertretende Landesbeauftragte die Anliegen der Ehrenamtlichen in der Frauenarbeit vertreten und den Kurs des Frauenwerks in der Ev.-luth. Landeskirche für die kommenden sechs Jahre mitbestimmen. Hauptaufgabe der Landesbeauftragten ist es, gemeinsam mit der Landespastorin für Frauenarbeit das Frauenwerk nach außen zu vertreten.
Ursel Duensing als Stellvertretende Landesbeauftragte verabschiedet
Die bisherige Stellvertretende Landesbeauftragte Ursula Duensing wurde in diesem Gottesdienst feierlich verabschiedet. Pastorin Müller-Rosenau würdigte sie als eine Frau, die "mit feinem Gespür die Interessen der Ehrenamtlichen wahrnehmen und vertreten konnte", sie habe in den vergangenen Jahren vielfältige Begabungen und Kompetenzen in die Arbeit des Frauenwerks eingebracht. Zahlreiche Frauenwerksfrauen und Gäste sprachen beim anschließenden Empfang Ursel Duensing ihren Dank für ihr großes Engagement aus.



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