Das verschwiegene Trauma - ein bis heute wirksames Erbe des Krieges

Beschreibung

Besuchsdiensttag in Lingen

Seit Jahren bricht sich eine Flut von Veröffentlichungen ihre Bahn, in der ungefähr 30-60-jährige Menschen über ihre Familiengeschichte in der NS-Zeit berichten. Bücher und Artikel erscheinen und dokumentieren teilweise höchst intimes Material, das tiefen Einblick in deutsche Familienalben gewährt.Das Bedürfnis zu fragen, zu reden und zu zeigen, hat heute deshalb so eine Wucht, weil ihm ein ebenso wuchtiges Schweigen entspricht, das mehr als fünfzig oder sechzig Jahre mit großer Macht aufrechterhalten wurde.
Heute haben sich die Lebenssituation und die Bedürfnisse verändert. Die Kriegsgeneration, die Schweigen und Verdrängen als Überlebensstrategien gewählt und durchgesetzt hat, wird schwächer oder ist bereits verstorben. Die weniger schuldverstrickten Nachkriegsgenerationen haben heute genug Abstand und allen Grund zurückzuschauen, ihr eigenes Leben und das Erbe aus der NS-Zeit zu reflektieren und nie gestellte Fragen endlich zu stellen.
Deshalb wollen wir uns auch dem Thema stellen, mit welchem Erbe wir die letzten 70 Jahre gelebt haben. Was haben wir erfahren und erlebt? Worüber wurde geschwiegen? Welches beschwiegene Erbe prägt bis heute unsere Familien?

Informationen zu den Ausführenden

Leitung: Silke Knieling, Diakonin und Referentin für Besuchsdienstarbeit
Referent: Dr. Christoph Hutter, Leiter des psychologischen Beratungszentrums Lingen

Wann

Eintrittspreis/Kosten

keine

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