Angebote und Themen

Umweltschutz auf kirchlichen Friedhöfen – Angebote für Kirchenkreise

Weil nicht alle Mitglieder von Friedhofsausschüssen, alle Mitarbeitende auf den Friedhöfen, alle Verwaltungsleute in Kirchenämtern (Zielgruppe) unsere zentralen Veranstaltungen besuchen können, bieten wir ab sofort auch Vorträge in Kirchenkreisen an:

  • „Heimische Stauden und Gehölze – naturnahe Friedhofsgestaltung“
  • „Grundsätze für Friedhofentwicklungsplanung:  Bestandserfassung, Überhangflächenbewirtschaftung, Steigerung der Artenvielfalt“
  • „Einführung des Umweltmanagementsystems auf kirchlichen Friedhöfen als zuverlässiger Pfad für die Zukunftsfähigkeit“

Wie funktioniert es? Ihr Friedhofssachbearbeiter im Kirchenamt verabredet mit uns einen Termin (möglichst abends wg. der Ehrenamtlichen), organisiert einen Veranstaltungsort,  lädt die Zielgruppe ein und wir kommen, kostenlos. Optimal wäre ein Veranstaltungsort  in unmittelbarer Friedhofsnähe. Dann sähe das Programm so aus:

  • 10 min Begrüßung
  • 40 min Vortrag
  • 10 min Gang zum Friedhof
  • 60 min Friedhofsbegehung mit Diskussion der Vortragsinhalte (im Winter ohne Begehung, es sei denn, die Veranstaltung findet tagsüber statt)

Wenden Sie sich an uns!

Pflanzen auf dem Friedhof und dem Kirchengrundstück

Bauerngarten als Bestattungsfeld Foto:Gust
Bauerngarten als Bestattungsfeld Foto:Gust

Die richtige Auswahl für Randgrün, Überhangflächen, Gemeinschaftsgrabanlagen und andere kirchliche Flächen (auch) aus ökologischer Sicht - Rückblick auf die Veranstaltung im Mai 2017

Der Vortrag von Dr. Gisela Bertram über die biologische Vielfalt auf Friedhöfen und dem Wert von Stauden, Gräsern und Blumen eröffnete neue Horizonte und Sichtweisen. Die gelernte Staudengärtnerin, Biologin und Geschäftsführerin einer Naturschutzstiftung kennt sich hervorragend mit Pflanzen aus und weiß um deren ökologische Bedeutung.

Pflanzen sollen schön aussehen, lange blühen, pflegeleicht sein und in einem guten Preis/Leistungsverhältnis stehen. Andererseits sollten sie den Boden schützen oder sogar verbessern, standortangepasst sein, Tieren Nahrung und Lebensraum bieten und möglichst einheimisch und langlebig sein.

Beispielhaft für einige Stauden spielte Frau Dr. Bertram diese Kategorien durch und entfaltete damit ein Raster, welches bei der Pflanzenauswahl hilft, wenn auch ökologischen Kriterien berücksichtigt werden sollen. Anhand des Aurorafalters wurde deutlich, dass unser typischer Umgang mit Wildkräutern und der Mahd von Wiesen diesem schönen Schmetterling kaum eine Überlebenschance bietet. Schmetterlinge fressen oft an anderen Pflanzen als ihre Raupen und benötigen wiederum andere für ihre Puppen zum Überwintern. Dem kann entsprochen werden, wenn man darüber ein wenig Bescheid weiß und sein Pflegeverhalten anpasst.

Ergänzend zu Frau Dr. Bertram stellte der Dipl. Biologe Ansgar Poloczek vom NABU-Berlin die Funktion von Hecken und Bäumen dar. An einer Stechpalme/Ilex sind 12 Insektenarten zu finden, an einer Eiche 699!  Beim Anlegen von Hecken sind nicht nur die Pflanzenarten von Bedeutung damit sie einen Nutzen für Tiere haben, sondern auch wie diese Hecke angelegt und gepflegt wird.

Wir haben mit der Gestaltung der Friedhöfe einen enormen Einfluss auf den Erhalt der Biodiversität. Allen Anwesenden wurde die Verantwortung, die wir mit unserer Friedhofsgestaltung tragen, deutlich. Es gibt unglaublich viele schöne und ökologisch wertvolle Möglichkeiten, bei der Gestaltung von Friedhofsflächen oder der Außenflächen am Gemeindehaus der Biodiversität zu dienen. Ein Blick in eine ökologische Pflanzliste, die Berücksichtigung des Standorts (Bodenbeschaffenheit und Licht) und eine gute Beratung durch einen Fachmenschen, dem es nicht in erster Linie um seinen Umsatz geht, sind die Grundlagen der Pflanzenauswahl. Entscheiden Sie sich bei der Gestaltung nicht nur für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Natur hat viel mehr zu bieten und des Menschen Herz erfreut sich daran.

Die gesamten Vorträge stehen den Teilnehmenden im internen Bereich zur Verfügung und sind ggf. auf Anfrage zu erhalten.

Kontakt

Gabi Gust
Tel.: 0511 1241-594
Aufgabenbereich:

Umweltreferentin

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Reinhard Benhöfer
Tel.: 0511 1241-559
Aufgabenbereich:

Umweltreferent