Steuerentlastungen für den Luftverkehr – mit Volldampf gegen den Klimaschutz

Lufthansa hat 2016 einen Gewinn vor Steuern von 2,3 Mrd. Euro gemacht, das Fliegen ist so klimaschädlich wie keine andere Transportmöglichkeit, Deutschland verfehlt seine eigenen Klimaschutzziele nirgends so eklatant wie im Verkehrsbereich. Global gilt: die Reichen fliegen, die Armen erdulden die Folgen. Wie kann man dann als Bundesverkehrsminister ordnungspolitische Maßnahmen ergreifen, um das Fliegen noch billiger und attraktiver zu machen?

Nachhaltigkeit geht anders. Minister Dobrindt geht es nur um die Wirtschaft, ökologische und soziale Schäden werden in Kauf genommen. So spricht er sich dezidiert gegen ein generelles Nachtflugverbot in Deutschland aus.

Das alles freut den kurzsichtigen Konsumenten: billige Flugreise ist heute, Klimawandel ist vielleicht übermorgen und eventuell noch nicht einmal bei uns.

Auch der jetzt schon stattfindende Klimawandel zwingt Tausende zur Flucht, löst Konflikte und Kriege aus. Falls irgend möglich sollten wir Flugreisen meiden. Vielleicht gelingt es uns, langfristig in diesem Bereich die Kultur ein bisschen zu beeinflussen: Es sollten sich nicht diejenigen schämen, die mal wieder kein Geld für eine Fernreise hatten oder die bewusst einen Urlaub im eigenen Land gemacht haben, sondern die, die das günstige Angebot genutzt haben und braungebrannt vom exotischen Inselparadies zurückkehren. Erhobener Zeigefinger, Moral? Ganz genau. Wer anderen und der Schöpfung ohne Not und bewusst großen Schaden zufügt, muss damit fertig werden. Und wer die Zusammenhänge kennt, sollte mutig auf sie hinweisen.

Hier kann man das gesamte Luftverkehrskonzept nachlesen.