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Foto: HkD

Interkulturelles Weihnachtsfest 14.1.2012

Haus kirchlicher Dienste unterstützt Interkulturelles Weihnachtsfest in der Lister Matthäuskirche in Hannover

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Foto: Wilke
Mehr als 500 Menschen kamen am 14. Januar 2012 in die hannoversche Lister Matthäuskirche, um dort zum zweiten Mal ein interkulturelles Weihnachtsfest zu feiern.
 
Die Feier begann um 16.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, in dem Menschen verschiedener Kulturen und christlicher Konfessionen mitwirkten. Beteiligt war neben der evangelisch-lutherischen Lister Johannes- und Matthäusgemeinde die Serbische Orthodoxe Gemeinde Hl. Sava, die Presbyterian Church of Ghana, die evangelische arabische Gemeinde Hannover, House of Glory, die römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Joseph und die evangelisch-lutherische Marktkirchengemeinde sowie der Afrikanische Dachverband Norddeutschland und das Haus der Religionen.
 
Musikalisch gestalteten neben der Orgel der Chor der Presbyterian Church of Ghana, eine Band von House of Glory und der Posaunenchor der Lister Johannes- und Matthäusgemeinde den Gottesdienst. „Es begab sich aber zu der Zeit…“ – die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium trugen Muttersprachler in neun Sprachen in einer von Pastor Dirk Stelter arrangierten Sprech-Collage vor. Pastorin Antje Marklein hielt ihre Predigt – ausgehend von Jesaja 42,3 „ Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen“ und dem Stroh in der Krippe – zu einem Strohhalm. Erzpriester Milan Pejic von der Serbischen Orthodoxen Gemeinde St. Sava erzählte, dass in seiner Kirche Brauch sei, zu Weihnachten das eigene Haus oder die Wohnung mit Stroh als Stall zu gestalten – als den Stall, in dem Jesus zur Welt gekommen ist und immer wieder zur Welt kommt.
 
Nach Grußworten vom Vorsitzenden des Afrikanischen Dachverbandes Norddeutschland, Bayomi Bankole, von Bürgermeister Bernd Strauch und Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann baute ein tatkräftiges Team der gastgebenden Kirchengemeinde die Kirche so um, dass die Teilnehmenden an weihnachtlich gedeckten Tischen Platz nehmen konnten und bei Live-Musik miteinander ins Gespräch kamen. Ein vielfältiges Büffet bot internationale Speisen.. Die Tanzgruppe „Chaverim“ der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover führte Tänze auf, bei denen auch andere mittanzten.
 
Parallel schauten die Kinder dem Figurentheater Seiler zu, spielten an der Riesenmurmelbahn und bastelten unter Anleitung Geschenke.
 
In Vorbereitung und Durchführung war das Haus kirchlicher Dienste durch den Ökumenebeauftragten Pastor Dirk Stelter vertreten. Seit Anfang 2011 wenden sich die Arbeitsfelder Ökumene sowie Migration und Integration verstärkt christlichen Migrationsgemeinden zu. Zu gemeinsamen Perspektiven für landeskirchliche und internationale Gemeinden veranstaltet das Haus kirchlicher Dienste gemeinsam mit dem Landeskirchenamt und der Evangelischen Akademie Loccum vom 1. bis 3. März 2012 in Loccum die Tagung "Glauben leben - vielfältig, international, interkulturell. Migrationsgemeinden und deutsche Gemeinden auf dem Weg".
 

Das Interkulturelle Weihnachtsfest Hannover wurde von http://www.geistreich.de/ im November 2012 zum "Projekt des Monats" gekürt und als solches auf der Website der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorgestellt: http://www.ekd.de/aktuell/85255.html