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Foto: HkD

Wanderausstellung "Gesichter des Christentums"

Wanderausstellung "Gesichter des Christentums" Kulturelle und konfessionelle Vielfalt in Niedersachsen

Christinnen und Christen in Niedersachsen sind längst nicht mehr nur „Eingeborene“, die einer Landeskirche, einem Bistum oder einer Freikirche angehören. In den vergangenen Jahrzehnten haben christliche Zuwanderer die Vielfalt des globalen Christentums in dieses Bundesland gebracht.
 
Die Ausstellung „Gesichter des Christentums“ führt diese kulturelle und konfessionelle christliche Vielfalt in Niedersachsen anhand von Porträts vor Augen. Dabei scheinen auch Elemente auf, die – bei aller Unterschiedlichkeit– die vorgestellten Menschen einen.
 
Und es wird deutlich: Die christlichen Migrantinnen und Migranten sind nicht Bedürftige, die auf diakonische Fürsorge angewiesen sind, sondern Geschwister im Glauben, die die Kirche Jesu Christi in diesem Land mitgestalten.
 
Gleichzeitig weisen die Porträts auf den wichtigen Beitrag, den der christliche Glaube und christliche Gemeinden dafür spielen, dass Zugewanderte sich hier einleben können.
 
Zum Einen sind Glaube und Gemeinde eine Quelle dafür, die Identität in dem neuen Umfeld zu bewahren und weiterzuentwickeln.
 
Zum Anderen bilden beide eine Brücke, die die hinzugekommenen mit den einheimischen Christinnen und Christen verbindet. Bei aller unterschiedlicher Akzentsetzung im christlichen Erbe ist der Glaube eine gemeinsame Ressource, die der Verständigung, dem Kennenlernen, der Bearbeitung von Konflikten und dem Lernen voneinander dienen kann.
 
„Gesichter des Christentums“ will dazu beitragen, dass die Kirchen diese Prozesse anstoßen, begleiten und fördern,
 
Ausdrücklich nicht wiederbelebt werden soll die Debatte um die „christlich-jüdischen Wurzeln“ Deutschlands, die vor allem eine Abgrenzung von denjenigen Religionen zum Ziel hatte, die nicht Christentum oder Judentum sind. Diese Ausstellung ist ein erster – auf das Christentum bezogener – Schritt dafür, die religiöse und kulturelle Vielfalt in unserem Land in den Blick zu nehmen und sich dafür zu öffnen. Weitere Schritte werden folgen.
 
„Gesichter des Christentums“ wandert von September 2013 bis Sommer 2015 durch Niedersachsen. Die zunächst 16 Porträts werden an jedem Ausstellungsort durch ein weiteres ergänzt. Die Ausstellung ist ein Projekt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen. Sie bildet einen Beitrag der Landeskirche zur Reformationsdekade. Schirmherr ist Landesbischof Ralf Meister. Verantwortet wird die Ausstellung von den Arbeitsfeldern Ökumene sowie Migration und Integration im Haus kirchlicher Dienste. An diese können sich Gemeinden wenden, die Interesse daran haben, die Ausstellung in ihren Ort zu holen.
 
Die Ausstellung wird gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.
 

www.gesichter-des-christentums.de

Arbeitsfeld "Migration und Integration"

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Lars-Torsten Nolte
Tel.: 0511 1241-689
Einrichtung:

Haus kirchlicher Dienste

Aufgabenbereich:

Referent für Migration und Integration
Diplom-Sozialwirt