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Moschee Stöcken 1
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Jeder dritte Mensch ist ein Christ, jeder fünfte ein Muslim, so aktuelle Schätzungen. Die Frage, wie sie miteinander umgehen, ist eine der Grundfragen des 21. Jahrhunderts. Pflegen Christen und Muslime das Gegeneinander, die Polemik, die Feindschaft? Oder versuchen sie, aufeinander zuzugehen, den Anderen zu achten und, wo es geht, gemeinsam mit ihm für den Frieden einzutreten?

Das christlich-islamische Verhältnis ist zurzeit vielen Belastungen ausgesetzt. Die Anschläge vom September 2001 und die Ausrufung des "islamischen Staates" im Juni 2014 haben bei vielen den Eindruck erweckt, dass Islam und Terror miteinander verbunden sind. Muslime erleben, dass sie unter Generalverdacht gestellt werden. Sie fühlen sich nicht ernst genommen, an den Rand gedrängt, diskriminiert. Manche grenzen sich ab und ziehen sich zurück.

Für das Arbeitsfeld christlich-muslimischer Dialog in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers steht außer Frage: In dieser Lage ist es mehr denn je unsere Aufgabe, aufeinander zuzugehen. Nach wie vor wissen Christen und Muslime viel zu wenig voneinander, nach wie vor gibt es auf beiden Seiten viele Vorurteile. Wir brauchen Orte und Gelegenheiten, wo wir ins Gespräch kommen, mehr voneinander erfahren, zusammenarbeiten, Konflikte austragen und Gemeinsamkeiten entdecken können – auf dass Vertrauen entstehen kann und eine Kultur gegenseitiger Achtung.