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Geistliche Volkslieder

Zu den stärksten „Motoren“ der Reformation gehörten die „Volkslieder“ Martin Luthers. Durch sie wurden die Menschen seiner Zeit aktiv am reformatorischen Geschehen beteiligt. Und durch das Singen wurde Luthers Lehre noch viel stärker als durch seine Schriften in den Herzen der Menschen verankert. „Die Lieder Luthers haben mehr Seelen als seine Schriften und Reden getötet“, brachte es der Jesuit Adam Contzen 1620 auf den Punkt. Das Singen der evangelischen Lieder bedeutete für die alte Lehre Roms die größte Gefahr.

In den Liedern wurde „dem Volk aufs Maul geschaut“, damit das Lebensgefühl der Menschen „getroffen“ wurde. Immer wieder entwickelten sich weltliche Lieder zu geistlichen, ja zu Kirchenliedern.

Johann Gottfried Herder prägte 1773 den Begriff Volkslied  - in Anlehnung an den englischen Begriff popular song. Der Begriff Volkslied  steht seitdem für „leichte Sangbarkeit, Herkunft aus dem Volk und Anonymität“, aber auch für eine volksnahe Auffassung von lyrischer Dichtung generell.

Bei vielen Volksliedern sind die Autoren bekannt. Aber sie treten hinter dem Lied zurück. Oft ist das Lied bekannter als die, die es geschrieben haben.
Ein evangelisches Volkslied hat eine Botschaft. Es eröffnet uns einen Blick in Gottes Welt. Lässt uns aufleben. Und manchmal heilt es sogar, wenn wir es singen.

Im Evangelischen Gesangbuch sind viele geistliche Volkslieder aus unterschiedlichsten Zeiten zu finden, sogar einige von heute.
 

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Quelle: LVH

Veröffentlichungen

Die Erfahrungen mit dem Thema hat Fritz Baltruweit zusammen mit Jürgen Schönwitz in einem Buch zusammengefasst. In „Ich singe dir mit Herz und Mund – Evangelische Volkslieder von der Reformation bis heute“ (Lutherisches Verlagshaus) können die Leserinnen und Leser auf einer Zeitreise in mehr als fünf Jahrhunderte die Lieder ganz neu entdecken und etwas über die Welt erfahren, in der sie entstanden sind.  Stimmungstexte versetzen in die Zeit, in denen das Lied „zu Hause“ war, und schlagen zugleich von dort die Brücke in die Gegenwart. Sie können zur eigenen Information gelesen werden, sind aber so gefasst, dass sie auch in Gemeindeveranstaltungen und Gottesdiensten verwendet werden können. Randnotizen erhellen weitere Hintergründe.

Im Haus kirchlicher Dienste können Sie ergänzend zum Buch eine Arbeitshilfe bekommen: mit einer Menge von Impulsen, wie Sie mit den Liedern und Texten des Buches einen Volkslieder-Gottesdienst, Gemeindenachmittag oder ein Volksliederabend gestalten können. Eine Playback-CD hilft beim Singen.  In der dazugehörigen Notenausgabe (mit Solo-Instrumenten-Stimme, Akkordbezifferungen etc. – angelehnt an die Arrangements der CD) wird der Grundstein gelegt, die Lieder in den Veranstaltungen entsprechend live zu begleiten. Unter den Materialien steht ein großer Teil der Arbeitshilfe auch zum Download bereit.
 

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Wenn alles grünt und blüht

Wenn alles grünt und blüht, singen wir besonders gern. So auch zum Auftakt der Sommerkiche in Northeim. Dort bestimmten die geistlichen Volkslieder den ganzen Gottesdienst.

Der Gottesdienst hat die Sing-Freude förmlich „versprüht“. Sogar ein kleiner Film ist entstanden.

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Quelle: HkD

Gottesdienst-Arbeitshilfe mit CD Noten und CD bestellen

Hier können die Arbeitshilfe, das Notenheft und die Playback-CD zusammen bestellt werden.

Auch der Download ist möglich.

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