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Grafik: HkD

Friedensarbeit

Landeskirche Hannovers fördert Friedensorte mit 580.000 €

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers fördert erstmals sechs Friedensorte in der Landeskirche. Aus dem Fonds Friedenswege erhalten sie eine Fördersumme von insgesamt 580.000 Euro. Die Friedensorte machen Bildungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen und übernehmen für Kirchenkreise und Sprengel stellvertretende Aufgaben im Rahmen der Friedensarbeit. Durch die Verbindung der Orte soll eine vernetzte und strukturierte Friedensarbeit in der Landeskirche entstehen.

Gefördert werden die folgenden sechs Friedensorte:

  • Die Dokumentationsstätte  Gnadenkirche  Tidofeld e.V. (Stadtteil von Norden, Landkreis Aurich)
    Vorhaben: ZUM FRIEDEN BILDEN: Erinnerung wachhalten – Empathie fördern – Menschenwürde einklagen durch die neue friedenspädagogische Arbeit an der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld
    Internetseite der Gnadenkirche Tidofeld
  • Kirchenkreis  Bremervörde-Zeven
    Vorhaben: Kirchliche Friedens- und Gedenkstättenarbeit in den Kirchenkreisen des Sprengels Stade ausgehend von der Gedenkstätte Lager Sandbostel, dem ehem. Kriegsgefangenen- und KZ- Auffanglager Stalag XB.
    Internetseite der Gedenkstätte Lager Sandbostel
    Internetseite des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven
  • Woltersburger Mühle e.V.  – Uelzen
    Vorhaben: Entwicklung einer friedenspädagogischen Arbeit als Teil des Gesamtkonzepts der Woltersburger Mühle durch den Aufbau eines „Weg des Friedens“ und eine friedenstheologische und friedenspädagogische Begleitung.
    Internetseite der Woltersbuger Mühle
  • CVJM Landesverband Hannover e.V.
    Vorhaben: Die CVJM Freizeit- und Jugendbildungsstätte „Anne – Frank – Haus“ wird zu einem Friedensort ausgebaut.
    Internetseite des CVJM
  • Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. (Antikriegshaus Sievershausen)
    Vorhaben: Das Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen wird Akteur, Impulsgeber und Partner auf dem Weg zur Kirche des gerechten Friedens.
    Internetseite des Antikriegshauses
  • Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Hildesheim–Sarstedt
    Vorhaben: Zukunftsfähiges Wirtschaften, öko – faire Beschaffung und globales Lernen für einen gerechten Frieden in Verbindung mit dem Bildungs- und Aktionsort Michaelis Weltcafè.
    Internetseite des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt

Superintendent Ottomar Fricke (Walsrode), Vorsitzender Ausschusses für Mission und Ökumene der Landessynode und des Vergabeausschusses für den Fonds Friedenswege sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir bei der Initiative der Landessynode für eine Kirche des gerechten Friedens jetzt einen wichtigen Schritt machen: Die ausgewählten „Begegnungsorte des Friedens“ werden helfen, die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ganz konkret bis in die Gemeindeebene hinein zu stärken.“

Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer, der im Landeskirchenamt für die Friedensarbeit zuständig ist, sagt: „Indem die Landeskirche Friedensorte fördert, setzt sie ein wichtiges Zeichen auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens. Ich freue mich über die interessanten Begegnungsmöglichkeiten und Bildungsangebote in den Regionen der Landeskirche und über das haupt- und ehrenamtliche Engagement, das für Zukunft der Friedensorte von entscheidender Bedeutung ist.“

Bewerben konnten sich Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Institutionen, in denen ein „Begegnungsort des Friedens“ entsteht oder ausgebaut wird. Grundsätzlich ist auch die Bewerbung von Einrichtungen außerhalb der verfassten Kirche möglich, wenn diese in enger Kooperation mit der Landeskirche arbeiten.

Die Förderung der Friedensorte geht auf Beschlüsse der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zurück. Das Kirchenparlament hatte bei seiner Tagung in Osnabrück im November 2016 einstimmig das Wort der Landessynode „Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“ verabschiedet. Darin schließt sich die Landeskirche dem friedensethischen Prozess „Kirche des gerechten Friedens“ an, in dem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), viele Landeskirchen, die Katholische Kirche und weitere Kirchen in der weltweiten Ökumene mitarbeiten.

Als Ziel wurde für die Landeskirche Hannovers formuliert „Schritte zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in den Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen der Landeskirche zu verstärken und ins Zentrum des kirchlichen Bewusstseins und Handelns“ zu rücken. Die Landessynode regte außerdem an, in der Landeskirche „besondere Orte als geistliche und kommunikative Zentren für die Themen des gerechten Friedens zu stärken“.

Im November 2017 verabschiedete die Landessynode ein Konzept für die Friedensorte und es wurden 600.000 Euro für die Förderung bereitgestellt. Im Rahmen der Haushaltsplanungen der Landeskirche für die Jahre 2019 und 2020 wird über die Freigabe weiterer Mittel für den Fonds entschieden.

Weitere Informationen zum Fonds Friedenswege

Ansprechpartner

Pastor Lutz Krügener,
Beauftragter für Friedensarbeit
im Haus kirchlicher Dienste der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Tel. 0511-1241-560
E-Mail: kruegener@kirchliche-dienste.de

Hannover, den 15.08.2018

No Gun
Foto: HkD

"Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder genannt werden.“ (Mtth. 5,9).

Aus dieser biblischen Verheißung bezieht christliche Friedensarbeit ihre Kraft und ihre Vision.

Dazu möchte das Arbeitsfeld Friedensarbeit der ev.-luth. Landeskirche Hannovers mit seinen Angeboten zu Gewaltprävention, Konfliktbearbeitung, Friedensgottesdiensten und Andachten, Friedensethik und Friedenspolitik beitragen. Angesichts wachsender Rüstungsexporte, kriegerischer Auslandseinsätze der Bundeswehr, zunehmender Entsolidarisierung in der Gesellschaft ist dies von besonderer Relevanz. Den Frieden vom Rand ins Zentrum der Kirche zu rücken und den friedensethischen Diskurs gesellschaftlich fruchtbar zu machen, ist bleibender Auftrag der kirchlichen Friedensarbeit.
 
Unsere Angebote richten sich an Multiplikator/innen und Interessierte in Kirche und Gesellschaft – Lehrer/innen, Sozialpädagog/innen, Verantwortliche in der Jugendarbeit, in Friedensgruppen und Kirchengemeinden, Haupt- und Ehrenamtliche. Auch die Verbindung zu Basisgruppen und Friedensinitiativen, kommunalen Präventionsräten und Verantwortlichen in friedenspolitischen Themenfeldern ist uns wichtig.
Wir bieten Ihnen an: Vermittlung und Durchführung von Gewaltpräventions-projekten an Schulen, im Konfirmandenunterricht und Gemeindegruppen, Beratung zu Rechtsextremismus, Beratungen für Kriegsdienstverweigerer, Vorträge zu aktuellen friedensethischen Fragen bis zu Fortbildungen für Trainer/innen in gewaltfreier ziviler Konfliktbearbeitung u. a. m. Eine reichhaltige Palette von Materialien und downloads finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten. Wir freuen uns über Ihr Interesse! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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