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Grafik: HkD

Rechtsextremismus - Prävention und Intervention

Initiative "Kirche für Demokratie - gegen Rechtsextremismus"

Die rechtsextreme Szene ist vielschichtiger geworden. Längst stimmt das Image der Glatzen und Bomberjacken nicht mehr: von Kinderfesten bis zu Hausaufgabenhilfen, Mitarbeit in Elternvertretungen an Schulen und Vereinsvorständen – rechtsextreme Weltanschauung dringt von den Rändern in die Mitte der Gesellschaft vor (Friedrich-Ebert-Studie 2006 und 2010; W. Heitmeyer-Langzeitstudie "Deutsche Zustände 2002-2011).
 
Auch kirchliche Gruppen und Kreise sind davor nicht geschützt. Teil rechtsextremer Strategie ist es, sich besonders in kleinstädtischen und ländlichen Strukturen zu etablieren und weitere Wählerstimmen und Mandate dazu zu gewinnen. Die NPD fungiert als parlamentarischer Arm, "Freie Kameradschaften" und andere Neonazis sind für die Straßen zuständig. Die Neue Rechte liefert die passende Ideologie, die eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus aufweist.
 
Am 10. Dezember 2010 wurde eine Initiative "Kirche für Demokratie - gegen Rechtsextremismus" der ev.-luth. Landeskirche Hannovers in Bad Nenndorf gegründet. Ein Sprecher/innenrat von 12 Personen aus kirchlichen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Bündnisse wurde gewählt und hat die Arbeit aufgenommen.
 
Gerne informieren und beraten wir sie persönlich. Ebenfalls bieten wir mehrere Arbeitshilfe zu diesem Thema an.
www.ikdr-hannover.de
Was tun wenns brenntBild
BAG K+R; Ev. Akademie zu Berlin; Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Leitfaden zur Vermeidung von rassistisch aufgeladenen Konflikten im Umfeld von Sammelunterkünften für Flüchtlinge

 

Flüchtlingen helfen und Rassismus bekämpfen

»Du hast gesagt, dass alle Menschen gleich sind, aber du meinst nur die Menschen die so sind wie du...«
(Frances ›Baby‹ Houseman in DIRTY DANCING)


Flüchtlinge werden einmal mehr in der gesamten Bundesrepublik Opfer von rechtsextremer Gewalt und Anfeindungen. Dabei sind sie als Schutzbedürftige nach ihrer Ankunft in Deutschland auf konkrete Unterstützung innerhalb ihrer neuen Umgebung angewiesen. Eine engagierte Zivilgesellschaft muss daher beides leisten: Flüchtlingen helfen und rechtsextremen Tendenzen entschieden entgegentreten.
Mit dieser Veröffentlichung stellen wir Handlungsempfehlungen für ein breites Spektrum zivilgesellschaftlicher Gruppen vor.
Angesprochen sind Kirchengemeinden und andere Religionsgemeinschaften, Nachbarschafts- und Gewerkschaftsgruppen, antirassistische und Flüchtlingsinitiativen sowie Einzelpersonen, die für eine demokratische Vielfalt einstehen und sich gegen rechtsextreme Mobilisierungen vor Asylbewerber_innenheimen und bei Bürgerversammlungen wehren wollen. Diese Einzelpersonen und Gruppen haben meist sehr unterschiedliche politische Positionen, ethische Orientierungen und Handlungsformen.
Diese Handreichung soll dazu ermutigen, miteinander zu arbeiten und die möglichen Unterschiede auszuhalten, sie im besten Fall produktiv einzusetzen. Ziel ist es, im Interesse einer menschenfreundlichen und demokratischen Gesellschaft miteinander in lokalen Bündnissen gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Kampagnen anzugehen und Flüchtlinge zu unterstützen.

Den kompletten Leitfaden können Sie hier downloaden