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Grafik: HkD

Die militärische Logik überwinden – Ökumenisches Forum fordert ein Umdenken

Bild Forum 2016
Bild Forum 2016

Für eine Überwindung der militärischen Logik und ein Umdenken in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ökumenischen Forums „Gewaltfrei für den Frieden“ in Hannover ausgesprochen. Von den Kirchen erwarten sie ein klares Signal für eine zivile Konfliktbearbeitung.
Zu dem Forum hatte der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Konföderation evangelischer Kirchen in die Auferstehungsgemeinde eingeladen. In seiner Begrüßung verwies der Vorsitzende des Arbeitskreises, Superintendent i.R. Hermann de Boer, darauf, dass militärisches Eingreifen immer häufiger als notwendig, als alternativlos oder als „ultima ratio“ gerechtfertigt werde. Von einem „Vorrang des Zivilen“, wie in der Friedensdenkschrift der EKD 2007 gefordert, könne keine Rede sein. Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), forderte in seinem Vortrag das Eintreten für eine gewaltfreie Konflikttransformation ohne Wenn und Aber und den Abschied von einer egoistischen Machtpolitik. „Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass militärische Interventionen in der Vergangenheit zu einer längerfristigen Gewaltminderung in Krisenregionen beigetragen haben“, betonte er vor den 30 Teilnehmern des Forums. Sicherheit gebe es mittel- und langfristig nur durch mehr wirtschaftliche Gerechtigkeit und durch „eine Weltinnenpolitik, die die Interessen aller Staaten und vor allem der Weltbevölkerung in den Blick nimmt“. Darum seien die Strukturen und Instrumente der zivilen Konfliktbearbeitung zu stärken und die deutschen Auslandseinsätze, aber auch das weltweite Wettrüsten zu beenden. „Wir brauchen ein Verbot aller Rüstungsexporte in Länder außerhalb der NATO und der EU, mehr Gelder für die Zivile Konfliktbearbeitung und die Friedensforschung, eine internationale Initiative für die Ächtung von Drohnen und atomarer Waffen“, so Gildemeister Stefan Maaß, Friedensbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden, schilderte in seinem Referat den umfassenden friedensethischen Diskussionsprozess in seiner Landeskirche. Die Initiative ging von einem Kirchenbezirk aus, der eine Neuorientierung der evangelischen Friedensethik an den biblischen Kernaussagen forderte. Zu einem Positionspapier gaben fast alle Kirchenbezirke der Landeskirche, viele Gruppen und Einzelpersonen Stellungnahmen ab. Die Landessynode hat daraufhin konkrete Schritte beschlossen, wie die Landeskirche dem Ziel, „Kirche des gerechten Friedens zu werden“, näher kommen kann. Dazu gehört, dass die Synode mindestens einmal im Laufe einer Amtsperiode das Thema „Frieden“ auf ihre Tagesordnung setzt, der Oberkirchenrat in Gesprächen mit Verantwortlichen in der Politik die Friedensbotschaft zu Gehör bringt und die Auslandseinsätze der Bundeswehr hinterfragt. Die Gemeinden ermutigt werden, in diesem Prozess weiter aktiv zu bleiben bzw. zu werden. Die badische Landeskirche sei zwar noch keine Kirche des gerechten Friedens, so Maaß, aber sie sei auf einem guten Weg, von dem auch andere Landeskirchen lernen können.
In Arbeitsgruppen haben sich die Teilnehmer des Forums mit der Frage befasst, wie auch in den Kirchen Niedersachsens das Friedensthema dauerhaft verankert werden kann. Von der Themensynode „Frieden“ der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers im November erwarten sie ein Signal für eine Überwindung der militärischen Logik durch eine konsequente Stärkung der zivilen Konfliktbearbeitung. In der Aus-, Fort- und Weiterbildung seien die gewaltfreie Konfliktbewältigung und Methoden der Friedensarbeit verbindlich aufzunehmen. Die Kirchen werden außerdem aufgefordert, sich an der „Aktion Aufschrei“ und dem „Forum Ziviler Friedensdienst“ zu beteiligen. Solange die Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht evaluiert seien, sollten neue Einsätze vom Bundestag nicht beschlossen werden.

Woltersburger Mühle - Einladung Frauen-Bibel-Lese-Woche

Psalmen 120-134
Ein Pilgerweg des Friedens und der Gerechtigkeit
vom 17. bis 22. Juli 2016


Angesichts der Normalität von Krieg gestalten die Wallfahrtspsalmen 120-134 einen Pilgerweg des Friedens und der Gerechtigkeit.

Vor dem Hintergrund des Aufrufs der ÖRK-Vollversammlung
in Busan zu einem „Pilgerweg des Friedens und der Gerechtigkeit“ fragen wir nach Impulsen und den inneren und äußeren Schritten des Psalmen

Einladung Download

60 Jahre Betreuung von Kriegsdienstverweigerern in der Evangelischen Kirche

„Anlässlich von „60 Jahre Betreuung von Kriegsdienstverweigerern in der Evangelischen Kirche“ konnte Pastor Lutz Krügener, als Vorstandsmitglied der EAK(Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden) in Bonn einen kurzen (7 Minuten) Vortrag zu den Grundlagen der christlichen Friedensethik und zu dem „3.Weg Jesu“ halten. Ausgangspunkt war das Bibelwort:“ Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere dar!“(Mt 5, 39)

https://twitter.com/eFriedensarbeit/status/741690758856638464

„Volkstrauertag“

„Wir denken heute  an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.“ So beginnt das „Totengedenken zum Volkstrauertag“ von Bundespräsident Joachim Gauck. Es schließt mit den Worten:“ Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“ Ja, so soll es sein.  Als Gedenktag für wirklich alle Opfer  von Krieg und Gewaltherrschaft   dieser Welt, behält  der Volkstrauertag eine wichtige Bedeutung für unsere Gesellschaft. Mit dieser Ausrichtung ist er nicht überholt, sondern leider im wahrsten Sinne des Wortes „brandaktuell“, denn  „Kriegsspuren“, das Motto der diesjährigen ökumenischen FriedensDekade, sind überall sichtbar. Unsere deutsche Gesellschaft, unsere Familien sind davon gezeichnet. Durch die geflüchteten Menschen bei uns ist der Krieg mit seinen Schrecken sehr nah gekommen. Auch in Hildesheim gibt es viele Kriegsspuren;  eine  mächtige thront über der Stadt am Galgenberg. Der fast sechs Meter hohe Krieger blickt einschüchternd nach Westen in Richtung des damaligen Feindes. Trauer um die Toten, für die er stehen soll, ist nicht zu sehen, sondern vermeintliches Heldentum. Er spricht bezogen auf die gestorbenen Soldaten seit über 77 Jahren in Stein gemeißelt: “Die ihr das Leben gabt in Schicksalszeit,  gewannt dem Volk und euch Unsterblichkeit!“  So bereitete auch dieses Kriegerdenkmal  den Weg vor, dass das nationalsozialistische Deutschland wenige Monate nach Errichtung des Denkmals in den Angriffs- und Vernichtungskrieg  gegen die Völker der Welt zog. Es ist gut das vor wenigen Monaten eine Informationstafel  aufgestellt wurde und, dass am Freitag,18. November ab 14 Uhr bei einem für alle offenen Symposium an der Universität Hildesheim überlegt wird, wie mit diesem Kriegerdenkmal zukünftig umgegangen werden sollte. Die Worte des Totengedenken zum Volkstrauertag können für eine heutige Perspektive  der Erinnerungskultur eine Wegweisung sein: „Trauer um wirklich alle Opfer,  Verantwortung für den Frieden und die Bereitschaft zur Versöhnung  zu Hause und in der ganzen Welt“. Diese treffenden Worte, sollten auch in der Gestaltung der Erinnerungsorte sichtbar werden.

 

Was leitet darüber hinaus Christinnen und Christen in ihrem Umgang mit der Trauer- und  Erinnerungsarbeit und einer  aktuellen Positionierung zu Fragen nach „Wegen zum  Frieden“? Wir kommen nicht an dem provozierenden und  so quer zur Welt stehendem Wort von Jesus vorbei: “Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. …Wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr besonderes?“(Matthäus 5, 44-45,47) Man kann wohl ein irdisches Leben lang über diesen Satz nachdenken und braucht noch länger, um seinen Sinn auch nur ansatzweise zu leben.

Pastor Lutz Krügener

Plenarsitzung der Evangelisch – lutherischen Landessynode Hannovers am 24.11.2016 in Osnabrück

Bei der Plenarsitzung der Evangelisch – lutherischen Landessynode Hannovers, am 24.11. in Osnabrück, wurde das Wort der Landessynode „Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“ einstimmig angenommen!
Der Beschluss beinhaltet eine deutliche Stärkung der Friedensarbeit der Landeskirche.
Zitat:“ …“Schritte zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“,…sollen verstärkt und ins Zentrum des kirchlichen Bewusstseins und Handelns gerückt werden.“
Die Synode hat weiterhin beschlossen, dass bis zur nächsten Sitzung im Mai 2017 Vorlagen erarbeitet werden sollen, wie diese inhaltlichen Beschlüsse in konkretes Handeln in der Landeskirche umgesetzt werden.
Alle Synodenausschüsse sind aufgefordert, sich damit zu befassen, wie aus ihrer Sicht „…wir als Kirche unseren Beitrag dazu leisten, dass Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in unserer Gesellschaft und in der Welt wachsen.“
 

Download Aktenstück

Referat Migration Fluchtbewegung

Referat von Pfarrer Dr. Martin Junge, Generalsekretär des
Lutherischen Weltbundes Parlamentarischer Abend der
Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Hannover, Deutschland – 14. April 2016

 

Vertreibung und Flucht gehören zu den Grunderfahrungen der Menschheit.
Bereits im dritten Kapitel der Bibel wird davon berichtet und diese Grunderfahrung mit der Vertreibung aus dem Paradies reflektiert.
Auch die heiligen Schriften anderer Religionen nehmen diese Grunderfahrung auf und kommen so wie die christliche Tradition zu dem Schluss, dass flüchtende Menschen geschützt werden sollen.
„Fremde willkommen heißen“ lautet der Titel einer interreligiösen Erklärung, die auch vom Lutherischen Weltbund im Jahr 2013 unterzeichnet wurde, und die diesen Grundkonsens der Religionen festhält.
Dieser Grundkonsens hat dann wohl auch mit dazu beigetragen, dass der Schutz von Flüchtlingen seinen Eingang in eine von der Staatengemeinschaft verbindlich anerkannte Konvention gefunden hat, und damit in den Rahmen der Menschenrechte gestellt wurde.

Das vollständige Referat lesen Sie hier: Download

 

Arbeitshilfe von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Eine Arbeitshilfe von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste bietet viele Ideen und Materialien an, um in Kirche, Schule und anderen gesellschaftlichen Kontexten an dieses wichtige Thema zu erinnern. Wer das vollständige Heft kostenlos herunterladen möchte, klicke bitte hier:


http://www.asf-ev.de/de/meta/publikationen-webshop/predigthilfen.html
 

Theaterstück: "Lerne mit dem Herzen zu denken"

Hier finden Sie die jeweiligen Auftrittstermine für das Theaterstück "Lerne mit dem Herzen zu denken"

Download Auftrittstermine

Krieg verhindern

In den Weihnachtstagen werden wir wieder die wunderbaren und wundersamen  Worte der alttestamentlichen Propheten  hören:
„Du hast ihr gedrücktes Joch …zerbrochen….Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn daher geht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt…Denn es ist ein Kind geboren… die Herrschaft ruht auf seiner Schulter…Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende, dass er´s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.“ (aus Jesaja 9, 1-6) Oder: „Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.“( Hesekiel 37,26) Und dann die „Frohe Botschaft“: „Fürchtet euch nicht!... Euch ist heute der Heiland geboren, der Retter der Welt!“ Und die Engel singen uns, was daraus für uns hier auf Erden folgt: „ Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ (LK 2, 14)

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Verleihung der Sievershäuser Ermutigung 2014

Verleihung Sievershäuser Ermutigung
Quelle: Antikriegshaus Sievershausen

Am Sonntag, 07. Dezember 2014 um 16 Uhr findet die Verleihung der SIEVERSHÄUSER ERMUTIGUNG Verantwortung übernehmen- gewaltfreie Konfliktbearbeitung stärken            statt.                                                                                                           

Der mit 5.000.-- Euro dotierte Friedenspreis geht dieses Jahr an das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD)

HIER können Sie den Flyer downloaden um weitere Informationen zu erhalten.

War made sexy

zdf_info Sendung vom 12.07.2012

Wenn Amerikas Präsidenten lügen

So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren, sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge, wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten. Und ihre Methoden glichen sich. Diese "Gehirnwäsche mit Tradition" hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben dies in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt. Und die Frage ist: sind wir in Deutschland in einer ähnlichen Situation? Das entscheiden Sie…

Video zur Studie der Universitäten Stanford und New York

Attack of the drones

Nichts gegen Ausländer, aber...

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Foto: bundesarbeitskreis (no borders)