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Foto: Jens Schulze

Mentoringprogramm für Migrantinnen - Minerva

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Die Minerva-Mentees am 24. Februar bei der Abschlussveranstaltung des dritten Durchgangs des Mentoring-Programms. Foto: Jens Schulze

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat von den Unternehmen mehr Offenheit für arbeitssuchende Migranten gefordert. "Wir müssen schauen: Was kann ein Bewerber, und nicht, was ist an Defiziten vorhanden", sagte er am Dienstag in Hannover. Die Betriebe in Deutschland seien trotz eines großen Bedarfs an Fachkräften noch immer zu sehr auf Defizite fixiert und blickten zunächst etwa auf fehlende Sprachkenntnisse. "Es geht darum, dass Deutschland sich als weltoffenes Land zeigt", sagte Lies.

Der Minister sprach bei der Abschlussveranstaltung des Projektes "Minerva" der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers für gut ausgebildete Migrantinnen, die Arbeit suchen. Dabei berieten berufserfahrene ehrenamtliche Mentorinnen seit 2010 zugewanderte Frauen, die trotz ihrer Qualifikation keine angemessene Beschäftigung fanden.

Allein schon durch ihre Migrationsgeschichte hätten Zuwanderer sehr viele Potenziale, sagte die Landesvorsitzende des Verbandes deutscher Unternehmerinnen, Jasmin Arbabian-Vogel. Sie hätten Mut bewiesen, als sie aus ihrer Heimat auswanderten. "Sie können sich anpassen und im Team arbeiten." Viele hätten die Anstrengung auf sich genommen, in einem neuen Land noch einmal die Schule oder ein Studium zu absolvieren.
Neben der fachlichen Qualifikation seien gerade die "Soft skills" für Unternehmen von großem Wert. Aufgrund ihrer Geschichte hätten viele Migranten auch den Mut, als Selbstständige zu arbeiten, betonte die Deutsch-Iranerin, die in Hannover einen interkulturellen Pflegedienst aufgebaut hat.

Am letzten von insgesamt drei Durchläufen von "Minerva" nahmen im vergangenen Jahr 15 Frauen aus 13 Ländern teil. Die Präsidentin des Landeskirchenamtes in Hannover, Stephanie Springer, bezeichnete den erfolgreichen Einstieg von Zuwanderern in die Arbeitswelt als große Herausforderung der Gegenwart.

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"Qualifiziert-International-Weiblich" Migrantinnen-Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt

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