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Vom CVJM zur Arbeit mit Älteren

Nachricht 07. Juni 2018
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Diakon Horst Büshel, Referent für Männerarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen und für die Arbeit mit Älteren, geht zum 1. Juli in den Ruhestand. Foto: Jens Schulze / HkD

Nach 26 Jahren im Haus kirchlicher Dienste geht Horst Büshel zum 1. Juli in den Ruhestand. Der Diakon war seit 1992 als Referent für Männerarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen tätig. Seit 2008 war er mit halber Stelle auch Referent für die Arbeit mit Älteren.

„Sehr gerne bin ich in die Gemeinden gefahren, um dort die Mitarbeitenden zu beraten“, erzählt der 64-Jährige. Er war zunächst für den Sprengel Hildesheim zuständig, seit der Umstrukturierung der Sprengel dann für den erweiterten Sprengel Hildesheim-Göttingen, „also ganz Südniedersachsen“, so Büshel. 1992 umfasste die Männerarbeit noch einen viel größeren Aufgabenbereich, es gehörten auch der Bereich Kirche, Handwerk und Handel und der kirchliche Dienst auf dem Lande dazu, ebenso wie Küsterfortbildungen und Fortbildungen für Kirchenvorstände. Im Laufe der Zeit veränderten sich die Aufgaben und die Arbeit konzentrierte sich auf Seminare, Freizeiten und Kreise für Männer. Und in den letzten zehn Jahren kam für Büshel dann die Arbeit mit älteren Männern und Frauen hinzu.

Büshel hat viele der Seminare, die er gehalten hat, in guter Erinnerung. Etwa die Vater-Kind-Festivals, die Fortbildungen mit den Leitungsteams der Männerarbeit oder auch die Väterabende in Kindertagesstätten. Regelmäßig hielt er in Gemeinden und Kirchenkreisen auch Veranstaltungen zum Jahresthema der Männerarbeit. Das Jahresthema wählt die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) jedes Jahr neu aus. Auch auf dieser Ebene war Büschel in der Männerarbeit aktiv. So war er Mitglied des Fachausschusses Arbeit mit älteren Männern der EKD, mehrere Jahre lang auch dessen Vorsitzender. In dieser Zeit wurde unter anderem die Konzeption für einen männertheologischen Predigtpreis entwickelt, der dieses Jahr bereits zum sechsten Mal vergeben wird.

Ein besonderes Highlight der Zeit im HkD war für Büschel der Kongress „Sechzigpluskirche“ im September 2015. „Mit vielen zusammen diesen Kongress vorzubereiten, das war eine gute Erfahrung“, erinnert sich der Diakon. „Die Zusammenarbeit mit dem ganzen Fachbereich Erwachsene war großartig und ohne die Ressourcen hier im Haus, zum Beispiel das Veranstaltungsmanagement, wäre das gar nicht möglich gewesen.“ Was er mitnimmt aus dem HkD? „Die kollegiale Atmosphäre im ganzen Haus, vom Keller bis unters Dach! Man kann hier gut arbeiten und es gibt einen wertschätzenden Umgang miteinander.“

Büshel begann bereits mit 15 Jahren eine Lehre als Speditionskaufmann in Emden und arbeitete anschließend zwei Jahre in diesem Beruf. Daran schloss sich für ihn der Zivildienst beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Emden an. Die Arbeit beim CVJM gefiel ihm so gut, dass er sich nach einem Jahr als Praktikant beim CVJM in Nürnberg an der Sekretärsschule des CVJM in Kassel ausbilden ließ. Von 1978 bis 1986 war er daraufhin in Göttingen als CVJM-Sekretär tätig. „Ich habe die ganze Geschäftsführung des Vereins gemacht“, erklärt Büshel. „Die Aufgaben reichten vom Abhalten von Bibelstunden bis zum Leiten der Vorstandssitzungen.“ Der inzwischen 24-Jährige leitete Studentenbibelkreise und Jugendgruppen. Die Arbeit mit Kindern gehörte genauso zu seinen Aufgaben wie die jugendpolitische Arbeit im Jugendhilfe-Ausschuss und im Stadtjugendring.

Von Göttingen ging es nach Oldenburg-Eversten, wo Büschel von 1986 bis 1992 als Jugendreferent wirkte. In dieser Zeit wurde er auch als Diakon eingesegnet. Die Arbeit mit Jugendlichen nach der Konfirmation war hier der Schwerpunkt, aber auch die Gesprächs- und Diskussionsrunden mit jungen Erwachsenen sind Büshel in guter Erinnerung. Und nicht zuletzt gründete und leitete er die Jugendband „New Church“.

Der passionierte Jazz-Gitarrist hatte bereits in Göttingen in der Sacropop  Gruppe „Emmaus“ und in der Bluesband „Full-House“ gespielt. Auch während seiner Zeit im HkD blieb Büshel der Gitarre treu; so spielte er fünf Jahre in der FFB Bigband Barsinghausen und nahm in dieser Besetzung an einer Studio CD-Einspielung mit Swing Standards der 1930er Jahre teil. Für einige Jahre war er auch Gitarrist der „Skiffle Rats“ aus Bad Salzdetfurth.

Büshel, der als Horst Schulz geboren wurde, ist seit 1983 mit Sabine Büshel verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Im Ruhestand möchte er sich erst einmal Zeit nehmen, um sich neu zu orientieren. Ehrenamtliches Engagement in einer Kirchengemeinde kann er sich langfristig gut vorstellen.

Am 22. Juni wird Horst Büshel zusammen mit seiner Kollegin Hannelore Köhler um 15 Uhr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche verabschiedet, um 16.30 schließt sich ein Empfang im Foyer des Hauses kirchlicher Dienste an.