Hört ihr nicht den Schrei der Erde?

Nachricht 06. September 2017

und den Schrei der Armen, die unter den Umweltschädigungen am schlimmsten leiden?!“ diese eindringliche Frage, die Papst Franziskus vor einem Jahr stellte, beschäftigte die Frauen des Hannoverschen Ökumenischen Forums christlicher Frauen in Europa und des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) bei ihrem Schöpfungstag am Samstag, 2. September, in Hannover.

Seit der dritten ökumenischen Versammlung von Sibiu 2007 ist die christliche Kirche weltweit aufgerufen, Anfang September zu einem Schöpfungstag einzuladen. Der Glaube, dass Gott die Welt erschaffen und dem Menschen zur Fürsorge anvertraut hat, gehört zum Kern der christlichen Botschaft und verbindet alle Konfessionen miteinander. Das Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils soll Bewusstsein in den Kirchen schaffen und die Gläubigen ermutigen, mit ihren Kräften aktiv zu werden, um den Klimawandel aufzuhalten. Schöpfung heute – vielleicht war sie es zu allen Zeiten? -  ist nämlich gleichzeitig eine Quelle der Freude und ein Ort des Leidens.

Das Motto des Ökumenische Schöpfungstag 2017 "So weit Himmel und Erde ist" greift einen Vers aus dem Psalm 148 auf und preist die Herrlichkeit und Schönheit der Schöpfung Gottes. Die 13 teilnehmenden Frauen feierten den Schöpfungstag am Vormittag und Mittag mit einem aufmerksamen Gang durch den Georgengarten in Hannover mit seiner Vielfalt an alten Bäumen. Nach einem intensiven Austausch mündete die Veranstaltung in einem Lob- und Fürbittengottesdienst, den  KDA-Referentin Waltraud Kämper unter Bäumen und bei strömendem Regen leitete. Sie bat Gott: „Gott, öffne unsere Augen, …öffne unsere Ohren, … öffne unser Herz, … öffne unsere Hände, … Deine Schöpfung zu pflegen und zu bewahren.“

Seit einigen Jahren begeht sie mit Frauen den Schöpfungstag in Hannover und wünscht sich, dass in möglichst vielen Gemeinden dieser Tag gefeiert und die Gefährdung der Schöpfung bedacht wird.