Luther zu Krieg und Frieden

Nachricht 09. November 2017

„Martin Luther, die Kirche und der Frieden“ ist Thema eines Vortrages von Pastor Lutz Krügener, Referent für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers

am Dienstag 14. November 2017 um 19.00 Uhr im Foyer des Ausstellungsgebäudes, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

und ist eine Veranstaltung der Stiftung Lager Sandbostel/Gedenkstätte Lager Sandbostel in Kooperation mit dem Kirchenkreis Bremervörde/Zeven.

Unbestreitbar ist Frieden das höchste Gut auf Erden. Doch bei aller Friedenssehnsucht der Menschen stellt sich immer wieder die Frage, ob und wie Kriege wirklich unvermeidbar sind. Auch für Luther war in dem von Aufständen geschüttelten 16. Jahrhundert diese Frage nicht leicht zu beantworten. Teils hat er zur Eskalation beigetragen. Wie begegnet die Evangelische Kirche in Deutschland dieser Frage heute im 21. Jahrhundert im Angesicht aktueller Konflikte, kriegerischer Auseinandersetzungen und wachsender nationalistischer Strömungen weltweit?

Die Landeskirche Hannovers hat nach einem langen Prozess ein gemeinsames Wort dazu veröffentlicht: „Auf dem Weg zur Kirche des gerechten Friedens“. Krügener wird in einem Vortrag mit anschließender Diskussion die Position der Landeskirche zu den friedensethischen Fragen verdeutlichen. Der Ort des Vortrags, das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel, wurde am 29. April 1945 mit Waffengewalt befreit, aber Jesus spricht die Worte:“ Wer das Schwert nimmt wird durch das Schwert umkommen!“ und „Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die linke hin!“

Der Vortrag verspricht in diesem Spannungsfeld eine interessante Auseinandersetzung. Der Referent wird sehr aktuell danach fragen, was die Position der Landeskirche auf die heutigen Fragen nach einer geplanten deutlichen Erhöhung des Rüstungsetats und der Rüstungsexporte bedeutet. Auch wird er Alternativen zum militärischen Handeln in internationalen Konflikten aufzeigen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.