Logo_evlka_inverse
29. März 2017

Nachricht

"Fair ist mehr"!

Evangelische Jugend Peine verabschiedet Standards zu Nachhaltigkeit

Engagieren sich für fairen und nachhaltigen Handel: Evangelische Jugend Peine. Foto: Anne Basedau

Fleisch, Süßigkeiten, Malpinsel - die Evangelische Jugend Peine möchte in Zukunft bei ihren Veranstaltungen und Freizeiten intensiver dafür sorgen, fair gehandelte und nachhaltige Produkte zu kaufen. Außerdem wollen sie darauf achten, die Produzenten vor Ort mehr zu unterstützen. Am 6. Februar beschlossen deshalb die Jugendlichen des Kirchenkreisjugendkonventes aus verschiedenen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Peine Handlungsempfehlungen für faires und nachhaltiges Handeln.

Bereits im Sommer 2016 bildete sich eine vierköpfige Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema wurden die Jugendlichen von der Klimamanagerin Sonia Erdmann aus dem Haus kirchlicher Dienste, Maureen Scholz vom Kirchlichen Entwicklungsdienst sowie Franziska Horn, Referentin für Projekte im Bereich Umweltbildung aus dem Landesjugendpfarramt in Hannover unterstützt.

Die Gruppe erarbeitete Handlungsempfehlungen, die in den Kirchenkreisjugendkonvent eingebracht wurden. Hier zeigt sich, dass die Jugendlichen ihre Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung ernst nehmen möchten und mit ihrem Handeln ein Zeichen setzen. Sie möchten Kaufentscheidungen bewusst treffen, Ressourcen schonen, die Arbeitsbedingungen von Menschen fördern, den CO2-Ausstoß senken und die Natur sowie die Umwelt aktiv schützen. So erläutert Natalie Stöhr, die der Arbeitsgruppe „Nachhaltiges Handeln“ angehört, welche Standards den Jugendlichen bei der Beschlussfassung besonders wichtig waren: „Wir wollen tierische Produkte möglichst aus der Region kaufen. Im Speziellen kaufen wir vom Bauern oder Direktvermarkter. Wir achten auf die Verpackungsanteile und die Herkunft der Lebensmittel. Süßigkeiten werden unter Berücksichtigung des Fair-trade- oder UTZ-Logos gekauft. Getränke werden nicht in Einweg-, sondern in Mehrwegplastikflaschen gekauft. Beim Kauf von Glasflaschen greifen wir möglichst auf regionale Produkte zurück“.

Die Ansprüche wollen sie nicht nur im Bereich der Lebensmittel umsetzen, sondern unter anderem auch bei der Beschaffung von Bastelmaterialien – frei nach dem Motto: Fair ist mehr!

Farina Strauß, die an der Erstellung der Standards mitgewirkt hat, erklärt: „Wir wollen fair gehandelte Baumwollprodukte kaufen, verzichten bei kreativen Workshops möglichst auf Leder und kaufen Pinsel mit Kunstborsten“. Diese Standards sollen in Zukunft bei allen Veranstaltungen des Kirchenkreisjugenddienstes Peine gelten. Eine Vision der Jugendlichen ist es, die Standards in den ganzen Kirchenkreis und später in die ganze Landeskirche zu tragen und somit auch Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn die Bewahrung der Schöpfung liegt der Evangelischen Jugend in diesen Punkten besonders am Herzen.