HkD ist wieder als "ÖKOPROFIT"-Betrieb ausgezeichnet worden

Nachricht 07. März 2017
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Umweltreferent Michael Bruns-Kempf und Fachbereichsassistentin Christin Sparensmeyer platzieren die Urkunde im Foyer an der Säule mit weitere Öko-Auszeichnungen. Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD 

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Hannovers Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette haben am 6. Februar 51 Unternehmen aus Stadt und Region für ihre erfolgreiche Teilnahme am Umweltberatungsprogramm "ÖKOPROFIT" mit einer Urkunde ausgezeichnet. Seit 2004 mit dabei ist das Haus kirchlicher Dienste (HkD).

Das gemeinsame Umwelt-beratungsprogramm "ÖKOPROFIT" der Landeshauptstadt und der Region Hannover verfolgt ein ehrgeiziges Ziel – mit Umweltschutz Kosten sparen. Dazu beraten Expertinnen und Experten verschiedene Unternehmen und soziale Einrichtungen. Gemeinsam werden Ideen entwickelt, wie sich Betriebskosten und Umweltbelastung verringern lassen. Am Ende winkt die Anerkennung als "ÖKOPROFIT"-Betrieb. Im elften Durchgang der Aktion haben 51 Unternehmen und Institutionen (Einsteigerinnen oder Klub-Mitglieder) die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Dafür wurden sie am 6. Februar im Hannover Congress Centrum von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Hannovers Erster Stadträtin, Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine-Tegtmeyer-Dette mit einer Urkunde ausgezeichnet. Für das HkD nahmen die Urkunde Umweltreferent Michael Bruns-Kempf und Fachbereichsassistentin Christin Sparensmeyer aus den Händen von Schostok entgegen. Beide arbeiten im Qualitätszirkel Ökologie des HkD mit.

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Oberbürgermeister Stefan Schostok (rechts) und Hannovers Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette (links) übergaben die Urkunden an HkD-Referent Michael Bruns-Kempf. Foto: Ulrich Stamm

Acht Millionen Euro Kosten eingespart

Die Betriebe beschäftigen an den einbezogenen Standorten insgesamt rund 42.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese 51 teilnehmenden Unternehmen haben im aktuellen Durchgang 2015/2016 gemeinsam etwa 124 Tonnen Abfall, rund 113.400 Megawattstunden Energie, circa 76.364 Tonnen Kohlendioxid und etwa acht Millionen Euro Kosten eingespart. Oberbürgermeister Stefan Schostok: "Es freut mich sehr, dass sich auch in der aktuellen Runde wieder so viele Unternehmen an dem Programm beteiligt haben. Es ist den Unternehmen dabei gelungen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Produktions- und Betriebsabläufe weiter zu optimieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen: Ökologische und ökonomische Ziele lassen sich im Einklang miteinander erreichen. Das wird auch dadurch belegt, dass viele Unternehmen nach einem ersten Einstiegsprojekt weiter im 'ÖKOPROFIT'-Klub an Optimierungen arbeiten. Auf diese Weise helfen sie dabei, unsere gemeinsamen Klimaschutzziele zu erreichen." So gehört das HkD seit 2005 als einzige kirchliche Einrichtung zum 'ÖKOPROFIT'-Klub, gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen wie Flughafen und Volkswagen Hannover, Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie, Justizvollzugsanstalt Sehnde und Zoo, Universität und Stadtwerke, TUI-AG und VGH-Versicherungen.

Hintergrund

Die Initiative "ÖKOPROFIT" wurde 1991 vom Umweltamt der Stadt Graz ins Leben gerufen und ist heute ein internationales Vorzeigemodell für eine erfolgreiche Kooperation zwischen lokalen Umweltbehörden und kleinen und mittleren Unternehmen. Der Programmname steht für "ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik". Als eine der ersten Kommunen Deutschlands hat die Landeshauptstadt Hannover 1999 das Konzept als ein Projekt der lokalen Agenda 21 umgesetzt. Der erste Durchgang begann mit elf Betrieben im Jahr 2000. Die Region Hannover beteiligt sich seit 2006 an dem Projekt. "ÖKOPROFIT" ist aus dem Wunsch heraus entstanden, nicht nur ehrgeizige Umweltziele und wirtschaftliche Effizienz zu erreichen, sondern auch um die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Unternehmen zu verbessern. Die Forderung nach einer ökologischen und sozialen Wirtschaftsförderung entstammt sowohl dem Dialog mit der Stadtgesellschaft als auch einer Anhörung der Wirtschaft im Rahmen des Beteiligungsprozesses für eine Agenda 21. Seit Programmstart sind 181 Betriebe in Stadt und Region Hannover als "ÖKOPROFIT"-Betriebe ausgezeichnet worden. Das Programm besteht aus der Einsteigerrunde und dem "ÖKOPROFIT"-Klub. Der Klub ist ein Angebot an die Unternehmen, sich vertiefend im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zu informieren, ihre Erkenntnisse aus dem Basisprogramm zu intensivieren und bestehende Umweltmanagementsysteme zu pflegen.