Vikare vor Ort

Nachricht 16. Juni 2017

23 Vikare und Vikarinnen aus dem Predigerseminar Loccum besuchten am 13. Juni eine von zehn Projektgemeinden der Initiative Gemeinwesendiakonie in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. In der Kirchengemeinde St. Nikolai in Verden wird das Gemeindehaus zu einem Begegnungszentrum umgebaut – die Vikarinnen bekamen einen Einblick in erste Ergebnisse des Umbauprozesses. Peter Meißner, Projektleiter der Initiative Gemeinwesendiakonie aus dem Haus kirchlicher Dienste, sowie Superintendentin Elke Schölper und Silja Weßelmann als Vertreterin der Stadt Verden und der Projektgruppe aus der Gemeinde begleiteten den Besuch.

Meißner führte zunächst in die Projektstruktur ein. Beim folgenden Stadtteilspaziergang zeigte er den Vikaren, wie sie sich ihr künftiges Gemeindegebiet erschließen können. Die Ansprechpartner reichen dabei von den Menschen im Stadtteil bis zum Bürgermeister. Schölper legte dar, wie wichtig die Öffnung der Kirche in den Stadtteil ist und welche Chancen darin liegen, dass Kirchengemeinden sich in die Belange des Stadtteils einbringen.

Von Seiten der Stadt Verden, so Weßelmann, wird das Vorhaben, das Gemeindehaus in ein Begegnungszentrum des Stadtteils umzugestalten, sehr begrüßt. Mit großem Interesse verfolgt die Stadt die Entwicklung und fördert die Aktivitäten mit einer halben Personalstelle für Quartiersentwicklung. Zu einem solchen Prozess gehört es, sich mit den anderen Akteuren vor Ort zu vernetzen und die Menschen aktiv mit einzubeziehen. In Verden bedeutet dies zum Beispiel, dass die Kindergarteneltern nach Ihren Wünschen und Anregungen für ein Begegnungszentrum befragt werden oder dass eine Informationsveranstaltung durchgeführt wird, um die Menschen an dem Entwicklungsprozeß teilhaben zu lassen.

„Diese Arbeit macht Lust auf Gemeindearbeit“, sagte eine Vikarin im abschließenden Gespräch. „Kirche kommt in Bewegung.“ „Hier ist etwas angestoßen worden, wo ich mich als Bürger einbringen kann“, fasste Vikar Dominik Storm seine Eindrücke zusammen. „Die Erfahrungen der Vikarinnen und Vikare zeigen einmal mehr, welche Chancen und Möglichkeiten in einem gemeinwesendiakonischen Handeln mit den Menschen vor Ort liegen“, betont Meißner. „Es wurde allen Beteiligten klar, dass Kirche und Kirchengemeinde sich diesem Umbauprozess zukünftig stellen müssen, um nah bei den Menschen zu sein.“ Das Interesse der Vikare und Vikarinnen, diesen Umbauprozess mitzugestalten, ist geweckt und sie nahmen viele Anregungen und Ideen für ihre zukünftige Gemeindearbeit mit zurück ins Predigerseminar.